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Vitale Säulen

Ernährung und Nährstoffe Supplement-Lexikon

Wissen verständlich erklärt

Nährstoff- und Supplement-Lexikon

Vitamine, Mineralstoffe und weitere Supplementstoffe übersichtlich durchsuchen und genauer verstehen.

Supplemente verständlich nachschlagen

Suche nach Stoffnamen, Abkürzungen oder bekannten Bezeichnungen wie „Vitamin B8“. Die Einträge erklären Formen, Mengen, Einnahme und mögliche Risiken. Eigene Begriffserklärungen helfen bei mehrdeutigen Namen und häufig beworbenen Produkten.

Wichtig: Die Aufnahme in dieses Lexikon ist keine Einnahmeempfehlung. Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und ersetzen weder eine ausgewogene Ernährung noch eine persönliche medizinische Beratung.

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Vergleiche die Nährstoffangaben von zwei oder drei Präparaten mit unserem kostenlosen Etikettenvergleich. Er macht mehrfach enthaltene Nährstoffe sichtbar; Dosierungen und Wechselwirkungen bewertet er nicht.

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Welche Vitamine sind anerkannt, und warum fehlen manche B-Nummern?

Zu den 13 anerkannten Vitaminen gehören A, C, D, E, K und acht B-Vitamine: B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12. Die Nummerierung ist historisch gewachsen. Eine Lücke bedeutet nicht, dass ein weiteres Vitamin ergänzt werden muss.

Namen wie B8, B15 oder B17 werden trotzdem verwendet. Manche sind veraltet, andere regional gebräuchlich oder irreführend. Du findest sie hier als eigene Begriffserklärungen. Auch diese machen einen Stoff nicht automatisch zu einer sinnvollen Nahrungsergänzung.

DGE: Referenzwerte für die anerkannten Vitamine und weitere Nährstoffe

Alphabetisch

260 Einträge und 20 Begriffserklärungen gefunden

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Begriffserklärung

Vitamin B8: Inositol oder Biotin?

„Vitamin B8“ ist kein eindeutiger Stoffname. Damit ist häufig Inositol gemeint, das heute nicht zu den anerkannten essenziellen Vitaminen zählt. In den Niederlanden heißt dagegen Biotin auch B8; hier ist B7 gebräuchlich. Auf dem Etikett ist deshalb der ausgeschriebene Name entscheidend.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin B4: die Bezeichnung bei Cholin

Cholin wird gelegentlich als „Vitamin B4“ bezeichnet. Es gehört nicht zu den acht anerkannten B-Vitaminen, ist aber ein essenzieller Nährstoff: Die körpereigene Bildung reicht nicht für die gesamte Versorgung aus. „Kein Vitamin“ bedeutet hier also keineswegs „unnötig“.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin B10: PABA

B10 und Bx sind ältere Bezeichnungen für Para-Aminobenzoesäure, kurz PABA. Beim Menschen ist PABA kein anerkanntes Vitamin. Der Name belegt weder einen Bedarf an einem Präparat noch einen Nutzen für Haare oder Sonnenschutz. Allergische Reaktionen und bei hohen Mengen Vergiftungen sind möglich.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin B11: ein weiterer Name für Folat

In den Niederlanden ist B11 eine gebräuchliche Bezeichnung im Zusammenhang mit Folat und Folsäure. Gemeint ist kein zusätzliches Vitamin neben B9. Folat bezeichnet die Vitaminverbindungen insgesamt; Folsäure ist eine bestimmte synthetische Form, die häufig in Präparaten und angereicherten Lebensmitteln vorkommt.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin B13: Orotsäure

Orotsäure wurde früher als „Vitamin B13“ bezeichnet. Sie ist am Stoffwechsel von Pyrimidinbausteinen beteiligt, aber kein anerkanntes essenzielles Vitamin. Der historische Name begründet keine Einnahmeempfehlung. Auch Orotate als Mineralstoffverbindungen müssen gesondert bewertet werden; „B13“ ist kein Sicherheitsnachweis.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin B15: Pangamsäure

„Vitamin B15“ ist eine historische und werbliche Bezeichnung für Pangamsäure beziehungsweise Pangamate. Ein anerkannter Vitaminbedarf oder ein entsprechendes Mangelsyndrom ist nicht belegt. Unter diesem Namen wurden unterschiedlich zusammengesetzte Präparate angeboten. Die Bezeichnung allein erlaubt deshalb keine verlässliche Aussage über Inhalt, Nutzen oder Sicherheit.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin B17: Amygdalin und Laetril

„Vitamin B17“ ist eine irreführende Bezeichnung im Zusammenhang mit Amygdalin und Laetril. Amygdalin und Laetril sind keine anerkannten Vitamine. Die Namen werden oft austauschbar benutzt, können aber unterschiedliche Verbindungen oder Präparate meinen. Ein Nutzen als Krebsbehandlung ist nicht belegt. Bei der Einnahme kann giftige Blausäure freigesetzt werden; schwere und tödliche Vergiftungen sind möglich. Nicht zur Selbstbehandlung von Krebs verwenden.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin F: essenzielle Fettsäuren

„Vitamin F“ ist eine ältere Sammelbezeichnung für essenzielle Fettsäuren, insbesondere Linolsäure und Alpha-Linolensäure. Es handelt sich nicht um ein einzelnes Vitamin. Linolsäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren, Alpha-Linolensäure zu den Omega-3-Fettsäuren. Ein beliebiges Omega-3-Produkt ist damit nicht automatisch dasselbe.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin H: Biotin

Vitamin H ist ein anderer Name für Biotin, das im deutschsprachigen Raum auch Vitamin B7 heißt. Es ist kein zusätzliches Vitamin. Für Biotin ist besonders wichtig: Präparate können bestimmte Laboruntersuchungen verfälschen. Vor einer Blutabnahme sollte die Praxis wissen, welches Produkt in welcher Menge eingenommen wird.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin PP: Niacin

Vitamin PP ist eine ältere Bezeichnung für Niacin, also Vitamin B3. Sie geht auf den Schutz vor der Mangelerkrankung Pellagra zurück. Zu Niacin zählen Nicotinsäure und Nicotinamid. Diese Formen unterscheiden sich bei hohen Mengen deutlich in ihren unerwünschten Wirkungen; die Namen sollten auf dem Etikett nicht übergangen werden.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

ALA: zwei unterschiedliche Stoffe

Das Kürzel ALA kann Alpha-Linolensäure oder Alpha-Liponsäure bedeuten. Alpha-Linolensäure ist eine essenzielle Omega-3-Fettsäure. Alpha-Liponsäure ist ein anderer Stoff, der an körpereigenen Enzymreaktionen beteiligt ist. Anwendungen, Mengen und Studien lassen sich zwischen beiden nicht übertragen.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

L-Glycin: keine besondere Glycinform

Glycin besitzt kein chirales Zentrum. Anders als bei vielen anderen Aminosäuren gibt es deshalb keine getrennte L- und D-Form. Die gelegentliche Aufschrift „L-Glycin“ beschreibt keine besondere, besser verfügbare Variante. Der eindeutige Stoffname lautet Glycin.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin P: eine alte Bezeichnung für Flavonoide

„Vitamin P“ wurde früher als Sammelbezeichnung für bestimmte Flavonoide verwendet. Dazu gehören Pflanzenstoffe wie Rutin. Es handelt sich nicht um ein zusätzliches anerkanntes Vitamin. Aussagen über einen einzelnen Stoff oder Extrakt lassen sich nicht pauschal auf alle Bioflavonoide übertragen.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Vitamin U: S-Methylmethionin

„Vitamin U“ ist eine ältere Bezeichnung für S-Methylmethionin. Der Stoff kommt in Pflanzen vor, zählt aber nicht zu den anerkannten essenziellen Vitaminen. Aus seinem Vorkommen oder aus Zellversuchen lässt sich weder ein allgemeiner Supplementbedarf noch eine gesicherte Behandlung von Magenbeschwerden ableiten.

Quellen zur Erklärung

Stand: 07.10.2026

Begriffserklärung

Shilajit / Mumijo

Shilajit, auch Mumijo genannt, ist eine dunkelbraune, harzähnliche Naturmasse aus Gebirgsregionen. Sie enthält ein wechselndes Gemisch organischer Stoffe und Mineralien und wird als Paste, Pulver oder Kapsel angeboten.

Nutzen, Grenzen und Anwendung

Was ist vom Nutzen belegt?

Kleine Humanstudien untersuchten bestimmte gereinigte Zubereitungen, unter anderem im Zusammenhang mit Testosteron und körperlicher Leistung. Daraus folgt kein verlässlicher Nutzen für alle Menschen oder jedes Produkt. Eine allgemein wirksame und langfristig sichere Tagesmenge lässt sich aus diesen Daten nicht bestimmen.

Worauf kommt es bei der Qualität an?

Behördliche Untersuchungen fanden bei einzelnen Produkten untypische Zusammensetzungen oder unerwünschte Mineralölbestandteile. Weitere Analysen zeigen mögliche Belastungen mit Metallen. Das trifft nicht automatisch auf jedes Produkt zu. Nachvollziehbare Prüfberichte zur konkreten Charge sind aussagekräftiger als „gereinigt“ oder ein hoher Fulvinsäuregehalt. Solche Prüfungen belegen aber keine gesundheitliche Wirkung. Angaben wie „eine Messerspitze“ sind keine genaue Dosierung; Beschwerden oder ein vermuteter Hormonmangel gehören medizinisch abgeklärt.

Quellen zur Erklärung

Stand: 10.10.2026

Begriffserklärung

Sea Moss / Irisches Moos

Irisches Moos ist die Rotalge Chondrus crispus. Unter dem Namen Sea Moss werden auch andere Rotalgen wie Gracilaria angeboten. Die Art gehört deshalb zur Produktbeschreibung. Sea Moss ist kein anderer Name für Kelp.

Nutzen, Grenzen und Anwendung

Was liefert Sea Moss?

Sea Moss enthält gelbildende Kohlenhydrate und je nach Herkunft unterschiedliche Mineralstoffmengen. Ein medizinischer Nutzen ist bisher nicht belegt. Für die Einnahme mit einem Gesundheitsziel lässt sich keine allgemein passende Tagesportion empfehlen.

Jod und unerwünschte Stoffe prüfen

Zu viel Jod kann die Schilddrüsenfunktion stören. Eine Löffelangabe oder das Gewicht des Algenpulvers zeigt die Jodzufuhr nicht zuverlässig. Achte auf den Jodgehalt und nachvollziehbare Schadstoffanalysen der Charge. Bei Schilddrüsenerkrankungen die Verwendung vorher ärztlich besprechen. In der Stillzeit Sea Moss meiden, solange ausreichend niedrige Jod- und Schadstoffgehalte nicht nachgewiesen sind.

Quellen zur Erklärung

Stand: 10.10.2026

Begriffserklärung

Cortisol Cocktail / Adrenal Cocktail

Der Trendname bezeichnet meist ein Getränk aus Orangensaft, Kokoswasser und Salz, teils ergänzt durch Mineralstoffpulver. Ein nachgewiesener Effekt auf einen erhöhten Cortisolspiegel lässt sich daraus nicht ableiten. Die Mischung ist keine Behandlung einer Nebennierenerkrankung.

Nutzen, Grenzen und Anwendung

Warum die Zutaten wichtig sind

Saft liefert Zucker, Salz zusätzliches Natrium und Kokoswasser Kalium. Mineralstoffpulver können die Mengen weiter erhöhen. Bei Nierenerkrankungen, Bluthochdruck oder einer verordneten Begrenzung von Kalium oder Salz ist die Mischung nicht pauschal geeignet. Die Nährstofffunktion einzelner Zutaten beweist keine stresssenkende Wirkung des fertigen Getränks. Bei anhaltender Erschöpfung sollte die Ursache geklärt werden.

Quellen zur Erklärung

Stand: 10.10.2026

Begriffserklärung

Sleepy Girl Mocktail

Hinter dem Namen steckt meist Sauerkirschsaft mit Magnesium, teils ergänzt durch ein weiteres Getränk. Kleine Studien zu einzelnen Zutaten beweisen keine verlässliche Schlafwirkung der fertigen Mischung. Ein allgemeiner Nutzen bei Schlafproblemen ist damit nicht gesichert.

Nutzen, Grenzen und Anwendung

Was vor dem Ausprobieren zählt

Zusätzliches Magnesium kann Durchfall verursachen; bei eingeschränkter Nierenfunktion ist besondere Vorsicht nötig. Prüfe die tatsächliche Magnesiummenge und rechne andere Präparate mit. Saft und gesüßte Zusätze liefern Zucker. Bei anhaltenden Schlafproblemen ist eine Abklärung hilfreicher als immer neue Getränkemischungen. Bei lautem Schnarchen mit Atemaussetzern ist ein Schlafdrink keine geeignete Lösung.

Quellen zur Erklärung

Stand: 10.10.2026

Begriffserklärung

Pilzkaffee / Mushroom Coffee

Pilzkaffee, auch Mushroom Coffee genannt, verbindet meist Kaffee mit Pilzpulver oder Pilzextrakten. Häufig enthalten die Mischungen Reishi, Chaga oder Hericium, bekannt als Lion’s Mane. Welche Bestandteile und Mengen in einer Tasse stecken, unterscheidet sich je nach Produkt.

Nutzen, Grenzen und Anwendung

Was ist vom Nutzen belegt?

Pilzkaffee wird häufig für mehr Konzentration, weniger Stress oder ein stärkeres Immunsystem beworben. Ein zusätzlicher Nutzen beliebiger Pilzkaffeemischungen für diese Ziele ist bisher nicht ausreichend belegt. Kleine Studien zu einzelnen Pilzpräparaten lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Mischungen und Mengen übertragen. Auch die Bezeichnung „adaptogen“ ist kein Wirksamkeitsnachweis für das fertige Getränk.

Wie viel Koffein steckt darin?

Pilzkaffee ist nicht automatisch koffeinfrei und enthält auch nicht grundsätzlich halb so viel Koffein wie gewöhnlicher Kaffee. Entscheidend sind Produkt und Zubereitung. Wenn du Koffein reduzieren möchtest, vergleiche die Milligramm pro zubereiteter Portion. Rechne weitere Quellen wie Tee oder Energydrinks mit. Eine kleinere Koffeinmenge sagt nichts über Nutzen und Sicherheit der Pilzzusätze aus.

Was lässt sich auf dem Etikett prüfen?

Achte auf die vollständige Zutatenliste, die einzelnen Pilzarten und ihre Mengen pro Portion. Pilzpulver und Extrakte sind nicht gleich: Bei einem Extrakt werden bestimmte Bestandteile angereichert. Ein hoher Extraktanteil beweist keinen größeren gesundheitlichen Nutzen. Fehlen Mengenangaben, lässt sich die Mischung schwer beurteilen. Eine wissenschaftlich gesicherte allgemeine Tagesdosis für Pilzkaffee gibt es nicht.

Bei welchen Zutaten ist Vorsicht nötig?

Bei einer bekannten Allergie gegen einen Bestandteil solltest du die Mischung meiden. Wenn du Gerinnungshemmer oder Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einnimmst, kläre insbesondere Reishi vorher ärztlich oder in der Apotheke ab. Bei Nierenerkrankungen oder einer Neigung zu Oxalatsteinen ist Chaga relevant: Nach hoher oder langfristiger Aufnahme von Chagapulver wurden Nierenschäden beschrieben. Das belegt keine Nierenschädigung durch jede Tasse Pilzkaffee; Pilzart, Menge und Dauer sind entscheidend.

Was gilt in Schwangerschaft und Stillzeit?

Die Sicherheit solcher Mischungen lässt sich in Schwangerschaft und Stillzeit nicht pauschal beurteilen. Lass die konkrete Mischung vor der Verwendung ärztlich prüfen. Ein niedriger Koffeingehalt beantwortet die Sicherheitsfrage für die übrigen Zutaten nicht.

Quellen zur Erklärung

Stand: 10.10.2026

Begriffserklärung

Magnesium-L-Threonat

Magnesium-L-Threonat ist eine Verbindung aus Magnesium und L-Threonsäure. Es handelt sich um eine Magnesiumform, keinen zusätzlichen Nährstoff. Beworben wird sie besonders für Gedächtnis und Schlaf. Die Bewertung ihrer Sicherheit und Magnesiumverfügbarkeit bestätigt noch keinen besonderen Nutzen für diese Ziele.

Nutzen, Grenzen und Anwendung

Was zeigen die Studien?

Eine 2026 veröffentlichte Studie mit 100 Erwachsenen zwischen 18 und 45 Jahren mit selbst berichteten Schlafproblemen dauerte sechs Wochen. Einige Gedächtnis- und andere kognitive Testergebnisse verbesserten sich gegenüber Placebo, andere nicht. Die mit einem Schlafring erfassten Schlafwerte zeigten keinen Vorteil. Die Studie wurde von Threotech finanziert; das Unternehmen war am Studiendesign beteiligt. Für verlässliche Empfehlungen sind unabhängige Bestätigung und längere Untersuchungen nötig. Ein Nutzen zur Vorbeugung oder Behandlung von Demenz lässt sich daraus nicht ableiten.

Ist diese Form besser als andere?

Die genannte Studie verglich mit Placebo und nicht mit anderen Magnesiumformen. Sie belegt deshalb keine Überlegenheit gegenüber Citrat, Oxid oder Bisglycinat. Behauptungen über eine bessere Versorgung des Gehirns sind ebenfalls kein Nachweis eines spürbaren Nutzens im Alltag.

Wie liest du die Mengenangabe?

1.000 mg Magnesium-L-Threonat sind nicht 1.000 mg Magnesium. Für die zugelassene Verbindung nennt die EU-Spezifikation einen Magnesiumanteil von 7,2 bis 8,3 Prozent. Entscheidend ist die gesonderte Magnesiummenge pro Tagesportion. Rechne weitere Magnesiumpräparate mit. Das Verbindungsgewicht auf der Vorderseite ist keine Einnahmeempfehlung.

Für wen ist diese Form nicht vorgesehen?

Die EU-Zulassung für Magnesium-L-Threonat in Nahrungsergänzungsmitteln gilt für Erwachsene und schließt Schwangere und Stillende aus. Solche Produkte sind damit auch nicht für Kinder und Jugendliche vorgesehen. Diese Einschränkung betrifft diese Magnesiumform und lässt sich nicht pauschal auf jede Magnesiumversorgung übertragen.

Was ist bei Erkrankungen und Medikamenten wichtig?

Bei eingeschränkter Nierenfunktion die Einnahme ärztlich abklären, weil sich Magnesium anreichern kann. Magnesium kann Durchfall verursachen und die Aufnahme bestimmter Antibiotika sowie einiger Osteoporosemittel vermindern. Die Apotheke kann notwendige Einnahmeabstände für das konkrete Arzneimittel prüfen. Anhaltende Schlaf- oder Gedächtnisprobleme sollten unabhängig vom Interesse an einem Präparat abgeklärt werden.

Quellen zur Erklärung

Stand: 11.10.2026