Auch bezeichnet als: Diindolylmethan
DIM ist ein Umwandlungsprodukt von Indol-3-Carbinol und wird in Hormonprodukten vermarktet.
Aufgaben im Körper
DIM entsteht unter anderem bei der sauren Umwandlung von Indol-3-Carbinol. Es kann Enzyme des Hormon- und Fremdstoffwechsels beeinflussen, ist aber kein selektives Mittel zum „Säubern“ überschüssigen Östrogens.
Mengen und Orientierung
Reines DIM, mikroverkapselte oder bioverfügbarkeitsverstärkte Formen erzeugen unterschiedliche Expositionen. Die Menge eines Kreuzblütlerextrakts sagt nicht, wie viel DIM im Körper entsteht.
Formen im Supplement
Gereinigtes DIM und bioverfügbare Mischungen.
Einnahme
Formulierungen mit erhöhter Aufnahme sollten nicht nach Mengen eines Standardpulvers dosiert werden. Bei Zyklus-, Brust- oder Prostatabeschwerden steht eine medizinische Ursacheklärung vor einem Selbstversuch.
Kombinationen
I3C kann bereits DIM bilden und erhöht daher nicht bloß die Vielfalt einer Mischung. Weitere Hormon- oder „Detox“-Produkte erschweren die Bewertung von Blutungen, Stimmung und Arzneimittelwirkung.
Wechselwirkungen
Hormonelle Kontrazeptiva, Hormonersatz, Tamoxifen und andere endokrine Therapien können durch veränderten Stoffwechsel betroffen sein. Auch Arzneimittel mit engem therapeutischem Bereich sind zu prüfen; konzentriertes DIM wird in Schwangerschaft und Stillzeit mangels Sicherheitsdaten nicht empfohlen.
Verträglichkeit
Kopfschmerz, Übelkeit, Blähungen und eine dunklere Urinfarbe können auftreten. Ungewöhnliche Blutungen, Brustveränderungen oder Leberzeichen sind kein erwartbarer harmloser Entgiftungseffekt.
Überdosierung
Eine hohe DIM-Exposition ist nicht mit dem Verzehr von Kohlgemüse gleichzusetzen. Für langfristige hoch bioverfügbare Mengen fehlen ausreichende Daten zu Hormonorganen und Arzneimittelstoffwechsel.
Nicht unkritisch einnehmen
Hormonabhängige Erkrankungen, Verhütung, Schwangerschaft, Leber und Arzneimittelinteraktionen erfordern Prüfung.
Labor und fachliche Abklärung
Kommerzielle Östrogenmetabolitquotienten sind kein allgemeiner Wirksamkeitsnachweis. Kontrollen richten sich nach der konkreten gynäkologischen, urologischen, onkologischen oder leberbezogenen Fragestellung.
Lebensmittelquellen
Wird nach Verzehr von Kreuzblütlern in kleinen Mengen im Körper gebildet.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- Humanstudie (2017): DIM während einer Tamoxifen-Behandlung; veränderte Hormonmarker und verringerte Tamoxifen-Metaboliten, darunter Endoxifen. Relevant für die Abstimmung mit dem Behandlungsteam.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.