Auch bezeichnet als: I3C
Indol-3-Carbinol entsteht aus Glucosinolaten von Kreuzblütlern und bildet im Magen weitere Verbindungen.
Aufgaben im Körper
Indol-3-Carbinol entsteht aus Kreuzblütler-Glucosinolaten und bildet im sauren Magen verschiedene Kondensationsprodukte, darunter DIM. Das Kapselprodukt ist deshalb kein einzelner stabil im Körper verbleibender Stoff.
Mengen und Orientierung
I3C-Menge, Reinheit und Darreichung müssen ausgewiesen sein; eine Gemüseportion lässt sich nicht in dieselbe Milligrammzahl umrechnen. Produkte mit zusätzlichem DIM sind als doppelte, nicht identische Exposition zu lesen.
Formen im Supplement
I3C als Kapsel oder Bestandteil von Kreuzblütlerextrakten.
Einnahme
Da die Magenchemie die Umwandlung beeinflusst, sind Internetprotokolle mit wechselnden Säureblockern oder Mahlzeiten nicht verlässlich übertragbar. Eine Einnahme bei hormonbezogenen Beschwerden sollte nur nach diagnostischer Einordnung erfolgen.
Kombinationen
DIM ist bereits ein wichtiges Umwandlungsprodukt von I3C und daher keine neutral zusätzliche Begleitsubstanz. Sulforaphan stammt aus derselben Pflanzenfamilie, wirkt chemisch aber über andere Vorstufen.
Wechselwirkungen
I3C kann Arzneistoffenzyme und den Hormonstoffwechsel beeinflussen. Hormonelle Verhütung, Hormonersatz, Tamoxifen und andere endokrine Krebstherapien sowie Medikamente mit engem therapeutischem Bereich erfordern eine ausdrückliche Freigabe; für Schwangerschaft und Stillzeit fehlen ausreichende Sicherheitsdaten.
Verträglichkeit
Übelkeit, Schwindel, Hautausschlag, Kopfschmerz oder veränderte Verdauung sind möglich. Neue Blutungen, Gelbfärbung oder ausgeprägte hormonelle Beschwerden müssen ärztlich abgeklärt werden.
Überdosierung
Hoch dosiertes I3C bildet ein komplexes Gemisch von Reaktionsprodukten, dessen Langzeitsicherheit nicht durch Brokkoliverzehr belegt ist. Eine Steigerung zur vermeintlichen „Östrogenentgiftung“ ist nicht sachgerecht.
Nicht unkritisch einnehmen
Hormonabhängige Erkrankungen, Leberstoffwechsel, Schwangerschaft und Medikamente fachlich prüfen.
Labor und fachliche Abklärung
Urinmetaboliten von Östrogen werden vermarktet, sind aber keine allgemein validierte Dosiergrundlage. Bei hormonabhängiger Erkrankung oder Leberrisiko bestimmen Diagnose und Therapieplan die notwendigen Kontrollen.
Lebensmittelquellen
Brokkoli, Kohl, Rosenkohl und andere Kreuzblütler.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- Phase-I-Studie (2005): Indol-3-Carbinol, Hormonmetaboliten und Aktivität des Enzyms CYP1A2; solche Messwerte belegen keine Krebsprävention.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.