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Vitale Säulen

Wissen für den Alltag

Kinderkrankheiten: Verlauf, Schutz und Hilfe

Was steckt hinter einer Kinderkrankheit, wie lange dauert sie und was hilft im Alltag? Hier findest du 17 Profile zu ausgewählten Erkrankungen und Kopflausbefall: mit Verlauf, Schutz, Hilfe und Hinweisen zur Rückkehr in Kita oder Schule. Auch Erwachsene können betroffen sein. Die Profile helfen beim Verstehen und ersetzen keine ärztliche Diagnose.

Wann braucht ein Kind medizinische Hilfe?

Sofort 112: Bei schwerer Atemnot, Atempausen, Bewusstlosigkeit, erheblich getrübtem Bewusstsein oder einem anhaltenden Krampfanfall den Rettungsdienst rufen. Auch Fieber mit neuen punktförmigen Hauteinblutungen oder einer raschen, deutlichen Verschlechterung ist ein Notfall. Nicht auf weitere Zeichen warten.

Unverzüglich ärztlich abklären: Ein Baby unter drei Monaten mit 38 °C oder mehr muss untersucht werden. Das gilt auch bei deutlicher Teilnahmslosigkeit, Nackensteife oder einem nicht wegdrückbaren Hautausschlag. Sehr junge Säuglinge können auch ohne Fieber ernsthaft krank sein.

Trinkverweigerung, trockene Lippen und Zunge, deutlich weniger Urin oder Blut im Stuhl sind weitere Gründe, rasch ärztliche Hilfe zu suchen. Ist die Praxis geschlossen und kann die Behandlung nicht warten, wähle 116117. Bei lebensbedrohlichen Zeichen gilt 112.

Die Zeitangaben in den Profilen beschreiben typische Verläufe. Inkubationszeit ist die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden. Krankheitsdauer und Ansteckungsdauer können davon deutlich abweichen. Die Angaben sind keine Frist, bis zu der man mit ärztlicher Hilfe warten sollte.

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Krankheiten im Überblick

Öffne ein Profil für Informationen zu Übertragung, Dauer, Beschwerden und Hilfe. Die Gruppen dienen der Orientierung; sie erlauben keine Diagnose anhand einzelner Symptome.

17 Profile

Ohren

Akute Mittelohrentzündung

Eine Entzündung hinter dem Trommelfell kann starke Ohrenschmerzen, Fieber und vorübergehend schlechteres Hören auslösen. Kleine Kinder zeigen Schmerzen oft durch Unruhe oder häufiges Weinen.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Oft gelangen Erreger eines Atemwegsinfekts aus dem Nasen-Rachen-Raum ins Mittelohr. Übertragbar kann der begleitende Infekt sein; eine Mittelohrentzündung wird nicht einfach von Ohr zu Ohr weitergegeben.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Keine einheitliche Zeitspanne: Die Entzündung entwickelt sich häufig während einer Erkältung.
Dauer der Erkrankung
Die akuten Beschwerden bessern sich meist in zwei bis drei Tagen, manchmal dauert es länger. Schlechtes Hören kann wegen verbleibender Flüssigkeit länger anhalten.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Für die Entzündung im Mittelohr gibt es keine eigene Ansteckungsfrist. Sie richtet sich gegebenenfalls nach dem begleitenden Atemwegsinfekt.

Wie häufig kommt es vor?

Sehr häufig bei Babys und Kleinkindern. Die meisten Kinder erkranken bis zum dritten Geburtstag mindestens einmal; manche wiederholt.

Was hilft bei Beschwerden?

Schmerzmittel müssen zu Alter und Gewicht passen. Die Praxis entscheidet, ob zunächst Beobachten genügt oder ein Antibiotikum sinnvoll ist. Kinder unter zwei Jahren mit beidseitiger Entzündung und Kinder mit eitrigem Ohrausfluss profitieren häufiger davon. Ohrentropfen nur nach Beratung, besonders bei möglichem Loch im Trommelfell. Keine Wattestäbchen ins Ohr stecken.

Wie lässt sich vorbeugen?

Eine rauchfreie Umgebung senkt das Risiko. Auch bei guter Vorbeugung lassen sich Mittelohrentzündungen nicht immer verhindern.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Den regulären Impfplan einhalten. Impfungen können vor bestimmten beteiligten Erregern schützen, nicht vor jeder Mittelohrentzündung.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Auch Erwachsene können erkranken. Bei Immunschwäche oder schweren Grunderkrankungen ist eine frühe ärztliche Beurteilung besonders wichtig.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Babys und Kinder mit starken Schmerzen ärztlich untersuchen lassen. Bei Schwellung am oder hinter dem Ohr, deutlich schlechtem Zustand, neuem Hörverlust oder Ausfluss rasch Hilfe suchen. Bleibt eine Besserung nach zwei bis drei Tagen aus, erneut die Praxis kontaktieren; bei Verschlechterung früher.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Zu Hause bleiben, solange Fieber besteht oder das Kind sich zu krank für den Alltag fühlt. Eine starre Ausschlussfrist allein wegen der Mittelohrentzündung besteht nicht. Begleitende Infektionen und die Belastbarkeit des Kindes mit Praxis und Einrichtung berücksichtigen.

Kann es erneut auftreten?

Wiederholte Entzündungen und anhaltendes schlechteres Hören sollten kinderärztlich beziehungsweise HNO-ärztlich untersucht werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 13.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Borkenflechte (Impetigo)

Eine ansteckende bakterielle Hautinfektion mit juckenden Bläschen und oft gelblichen Krusten, besonders um Mund und Nase. Die Behandlung gehört in ärztliche Hände.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Durch direkten Hautkontakt sowie über Hände oder gemeinsam benutzte Gegenstände. Kleine Hautverletzungen erleichtern den Bakterien das Eindringen.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Typischerweise zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung.
Dauer der Erkrankung
Ohne Behandlung kann die Haut mehrere Wochen betroffen sein. Antibiotika können die Heilung beschleunigen.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Ohne Behandlung bis zur Abheilung möglich. Unter wirksamer Behandlung sinkt die Ansteckungsfähigkeit; für die Rückkehr sind zusätzlich Hautzustand und ärztliches Urteil wichtig.

Wie häufig kommt es vor?

Eine häufige Hautinfektion kleiner Kinder. Erwachsene erkranken seltener.

Was hilft bei Beschwerden?

Die Praxis prüft den Ausschlag und wählt die Behandlung. Bei begrenztem Befall kommen häufig antibiotische Salben infrage, bei ausgedehntem Befall gegebenenfalls ein Antibiotikum zum Einnehmen. Nicht kratzen, Nägel kurz halten und verordnete Mittel nach Anleitung anwenden. Keine übrig gebliebenen Antibiotika verwenden.

Wie lässt sich vorbeugen?

Hände mit Seife waschen, betroffene Haut nicht unnötig berühren und getrennte Handtücher nutzen. Benutzte Wäsche möglichst bei 60 °C waschen. Hautveränderungen im Umfeld früh abklären.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Gegen Borkenflechte gibt es keine Impfung.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Erwachsene können sich ebenfalls anstecken und die Bakterien weitergeben. Bestehende Hauterkrankungen oder aufgekratzte Stellen begünstigen das Eindringen der Erreger.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Verdacht die Praxis kontaktieren. Fieber, rasche Ausbreitung, starke Schmerzen oder ein deutlich krank wirkendes Kind erfordern rasche erneute Beurteilung. Eine Behandlung muss angepasst werden, wenn die Haut nicht wie erwartet heilt.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Die Einrichtung bereits bei Verdacht informieren. Rückkehr nach ärztlichem Urteil: frühestens 24 Stunden nach Beginn wirksamer Antibiotikatherapie und wenn keine fortbestehenden ansteckenden, insbesondere eiternden Hautveränderungen dagegen sprechen. Ohne Behandlung erst nach Abheilung. Das Abdecken der Stellen allein hebt das Besuchsverbot nicht auf.

Kann es erneut auftreten?

Eine überstandene Erkrankung schützt nicht dauerhaft. Bei wiederholtem Befall mögliche Übertragungsquellen ärztlich besprechen.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 13.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Dreitagefieber

Dreitagefieber ist eine meist milde Infektion durch humane Herpesviren, vor allem HHV-6. Typisch ist plötzliches hohes Fieber. Wenn es rasch abfällt, erscheinen häufig kleine rosafarbene Flecken, besonders am Rumpf. Vor dem Ausschlag lässt sich die Erkrankung nicht sicher von anderen Fieberursachen unterscheiden.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Vor allem über Speichel und engen Kontakt. Auch beschwerdefreie Erwachsene oder Geschwister können die Viren übertragen.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist ungefähr 1 bis 2 Wochen; amtliche Quellen nennen auch 5 bis 15 Tage.
Dauer der Erkrankung
Die Fieberphase dauert typischerweise 3 bis 5 Tage. Der anschließende Ausschlag verschwindet nach wenigen Stunden bis wenigen Tagen. Die Dauer lässt sich aus dem Namen nicht verbindlich ableiten.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Eine Übertragung ist schon ohne erkennbare Krankheit möglich. Mit Entfieberung und anschließendem Ausschlag sind Kinder normalerweise nicht mehr ansteckend. Eine genaue individuelle Ansteckungsdauer lässt sich nicht zuverlässig angeben.

Wie häufig kommt es vor?

Sehr häufig in den ersten Lebensjahren, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Viele Infektionen verursachen kaum erkennbare Beschwerden.

Was hilft bei Beschwerden?

Häufig kleine Mengen zu trinken anbieten und Ruhe ermöglichen. Bei belastenden Beschwerden geeignete Fieber- oder Schmerzmittel mit der Praxis abstimmen. Unklares hohes Fieber ärztlich prüfen lassen, statt auf den vermeintlich beweisenden Ausschlag zu warten.

Wie lässt sich vorbeugen?

Engen Kontakt zu akut Erkrankten begrenzen. Ein vollständiger Schutz ist kaum möglich, weil auch gesunde Virusträger ansteckend sein können.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Eine Impfung steht nicht zur Verfügung.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Bei Erwachsenen ist vor allem eine stark geschwächte Abwehr relevant, etwa nach einer Transplantation. Die Viren verbleiben im Körper und können dann erneut aktiv werden; selten sind schwere Organentzündungen möglich. Das ist etwas anderes als der gewöhnliche Verlauf beim Kleinkind.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Trinkverweigerung oder ausgeprägte Teilnahmslosigkeit rasch abklären lassen. Beim ersten Fieberkrampf oder einem Krampf über 5 Minuten 112 rufen. Nicht festhalten, vor Verletzungen schützen. Auch nach kurzem Krampf ärztlich untersuchen lassen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Ein fieberndes oder deutlich beeinträchtigtes Kind bleibt zu Hause. Für Dreitagefieber besteht kein eigenes Besuchsverbot nach § 34 IfSG. Die Rückkehr richtet sich nach der Erholung des Kindes und der Absprache mit der Einrichtung, bei Unsicherheit auch mit der Praxis. Der Ausschlag allein entscheidet nicht darüber.

Kann es erneut auftreten?

Nach der Erstinfektion besteht gewöhnlich anhaltender Schutz; bei starker Immunschwäche ist eine Reaktivierung möglich.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Verschiedene Enteroviren können Fieber, Halsschmerzen und schmerzhafte Stellen im Mund verursachen. Hinzu kommen häufig Flecken oder Bläschen an Händen und Füßen, manchmal auch am Gesäß. Manche Infektionen bleiben unbemerkt. Die Erkrankung hat nichts mit der Maul- und Klauenseuche bei Tieren zu tun.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Über Speichel, Bläschenflüssigkeit, Stuhl und verunreinigte Hände oder Gegenstände; anfangs auch über Tröpfchen. Beim Windelwechsel ist Händehygiene besonders wichtig.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Üblicherweise 3 bis 10 Tage bis zu den ersten Beschwerden.
Dauer der Erkrankung
Meist deutliche Erholung innerhalb von 5 bis 7 Tagen. Bläschen und wunde Hautstellen brauchen häufig etwa 7 bis 10 Tage zum Abheilen.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Besonders ansteckend in der ersten Krankheitswoche und bei offenen Bläschen. Viren können anschließend noch mehrere Wochen im Stuhl ausgeschieden werden.

Wie häufig kommt es vor?

Weit verbreitet, besonders bei Kindern unter zehn Jahren. Häufungen gibt es im Spätsommer und Herbst; genaue bundesweite Erkrankungszahlen fehlen.

Was hilft bei Beschwerden?

Kühle Getränke in kleinen Portionen und weiche Speisen können das Trinken und Essen erleichtern. Saure, scharfe oder sehr heiße Lebensmittel reizen wunde Stellen. Geeignete Schmerzmittel können helfen; Kinder erhalten kein ASS. Antibiotika wirken gegen diese Viren nicht.

Wie lässt sich vorbeugen?

Hände mit Seife waschen, gemeinsam genutzte Gegenstände reinigen, Trinkgefäße und Handtücher nicht teilen. Gute Toiletten- und Wickelhygiene auch nach der Genesung fortsetzen.

Welche Rolle spielt die Impfung?

In Deutschland steht keine Impfung gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit zur Verfügung.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Erwachsene können sich ebenfalls anstecken und Viren weitergeben. In der Schwangerschaft verläuft die Infektion meist mild; Erkrankungen um den Geburtstermin mit der Praxis besprechen, weil Neugeborene gefährdet sein können. Bei betroffenen Kindern mit Immunschwäche früh ärztlichen Rat einholen.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Trinkt ein Kind zu wenig, uriniert deutlich seltener oder bessert es sich nach zehn Tagen nicht, ärztlich abklären lassen. Säuglinge unter sechs Monaten früh vorstellen. Nackensteife, Krämpfe oder Bewusstseinsstörungen erfordern sofortige medizinische Hilfe.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Ein genereller Ausschluss aus Kita oder Schule ist bei unkomplizierter Hand-Fuß-Mund-Krankheit nicht vorgesehen. Das Kind sollte fieberfrei sein und sich wieder gesund fühlen. Bei einem Ausbruch kann das Gesundheitsamt zusätzliche Maßnahmen festlegen. Gute Händehygiene bleibt auch nach der Genesung wichtig.

Kann es erneut auftreten?

Wiederholte Erkrankungen sind möglich, weil unterschiedliche Virustypen die Krankheit auslösen.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Atemwege

Keuchhusten

Keuchhusten ist eine bakterielle Atemwegsinfektion. Auf eine erkältungsähnliche Anfangsphase können quälende Hustenanfälle mit keuchendem Einatmen und Erbrechen folgen. Bei Erwachsenen fehlt das typische Keuchen häufig; Säuglinge können vor allem Atempausen zeigen.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Erregerhaltige Tröpfchen gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen zu engen Kontaktpersonen. Auch Geimpfte können Erreger weitergeben.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist 9–10 Tage, möglich sind etwa 6–20 Tage zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden.
Dauer der Erkrankung
Typischerweise 1–2 Wochen Erkältungszeichen, anschließend 4–6 Wochen Hustenanfälle und weitere 6–10 Wochen Erholung. Der Verlauf kann abweichen; Reizhusten hält mitunter monatelang an.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Schon vor den ersten Beschwerden, unbehandelt bis etwa drei Wochen nach Beginn der Hustenanfälle. Wirksame Antibiotika verkürzen diese Zeit meist auf fünf Tage nach Therapiebeginn; Ausnahmen bespricht die Praxis.

Wie häufig kommt es vor?

Keuchhusten kommt in Deutschland regelmäßig bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor. Die Fallzahlen schwanken erheblich; eine Impfung oder frühere Erkrankung schützt nicht lebenslang.

Was hilft bei Beschwerden?

Verdacht früh ärztlich abklären und vor dem Praxisbesuch anrufen. Antibiotika können früh den Verlauf mildern, später vor allem weitere Ansteckungen verringern. Häufig kleine Getränke und Mahlzeiten anbieten, Anstrengung und Rauch meiden. Ein waches Kind beim Husten aufrecht begleiten.

Wie lässt sich vorbeugen?

Erkrankte von Säuglingen fernhalten; die Rückkehr in Kita oder Schule absprechen. Nach engem Kontakt kann vorbeugend ein Antibiotikum nötig sein.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Die STIKO empfiehlt Impfungen im Säuglingsalter und Auffrischungen bei Kindern und Jugendlichen. Erwachsene erhalten einmalig eine Keuchhusten-Komponente mit der nächsten Tetanus-Diphtherie-Impfung. Eine Impfung in jeder Schwangerschaft schützt das Neugeborene; auch enge Bezugspersonen sollen ihren Schutz prüfen lassen.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Besonders gefährdet sind junge Säuglinge, Menschen mit schweren Vorerkrankungen und ältere Erwachsene. Möglich sind Lungenentzündungen; bei Babys auch gefährliche Atemaussetzer.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Atempausen, blauen Lippen, schwerer Atemnot oder Bewusstseinsstörungen sofort 112. Bei Säuglingen schon mit einem Keuchhustenverdacht unverzüglich ärztliche Hilfe suchen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Die Einrichtung schon bei Verdacht informieren. Nach wirksamer Antibiotikabehandlung ist die Rückkehr meist nach fünf Tagen möglich, bei Azithromycin nach ärztlicher Beurteilung gegebenenfalls nach drei Tagen. Ohne Antibiotikum gilt in der Regel: frühestens 21 Tage nach Hustenbeginn. Das Kind muss ausreichend belastbar sein. Für Kontaktpersonen gelten eigene Regeln; die Praxis berät zum Schutz von Säuglingen.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Parasiten

Kopfläuse

Kopfläuse sind ein Parasitenbefall, keine Virus- oder Bakterieninfektion. Sie können jucken und jeden treffen. Mit mangelnder Sauberkeit haben sie nichts zu tun.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Vor allem durch direkten Haar-zu-Haar-Kontakt. Läuse können krabbeln, aber weder springen noch fliegen. Die Wohnung großflächig zu desinfizieren oder Haustiere zu behandeln ist nicht nötig.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Keine Inkubationszeit wie bei einer Virusinfektion. Der Juckreiz kann verzögert auftreten; Befall ist auch ohne Jucken möglich.
Dauer der Erkrankung
Ohne wirksame Behandlung bleiben Läuse bestehen. Nach der Erstbehandlung sind Wiederholungsbehandlung und Kontrollen entscheidend.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Solange lebende bewegliche Läuse vorhanden sind, ist Weitergabe möglich. Alte leere Eihüllen allein belegen keinen fortbestehenden Befall.

Wie häufig kommt es vor?

Besonders verbreitet im Kita- und Grundschulalter. Für Deutschland gibt es keine genaue aktuelle Gesamtzahl.

Was hilft bei Beschwerden?

Bei Befall ein geeignetes Läusemittel nach Gebrauchsanweisung anwenden und sorgfältig nass auskämmen. Zeitpunkt der zweiten Anwendung sofort vormerken: Das RKI empfiehlt Tag acht, neun oder zehn, bevorzugt neun oder zehn, gerechnet mit der ersten Behandlung als Tag eins. Bei abweichender Produktanleitung in der Apotheke nachfragen. Weitere Kontrollen nicht auslassen.

Wie lässt sich vorbeugen?

Enge Kontaktpersonen und Einrichtung informieren, Haare im Haushalt kontrollieren und nachgewiesenen Befall zeitnah behandeln. Bürsten nicht teilen. Keine Insektensprays in Wohnräumen einsetzen. Die gründliche Kopfbehandlung ist wichtiger als eine große Putzaktion.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Gegen Kopfläuse gibt es keine Impfung.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Auch Erwachsene können Läuse bekommen. Für Babys, Schwangere und Menschen mit Asthma oder empfindlicher Haut ein passendes Präparat in Praxis oder Apotheke auswählen lassen. Manche Mittel sind brennbar: Gebrauchshinweise beachten.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei entzündeten Kratzstellen, unklarer Diagnose oder weiterhin lebenden Läusen trotz korrekter Behandlung beraten lassen. Keine Behandlung mit heißem Föhn, Haushaltsinsektiziden oder ungeprüften Hausmitteln versuchen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Die Einrichtung informieren. Nach sachgerechter Erstbehandlung mit geeignetem Mittel und gründlichem Auskämmen ist die Rückkehr in der Regel am Folgetag möglich. Den erforderlichen Nachweis mit der Einrichtung klären. Die zweite Behandlung bleibt notwendig, auch wenn das Kind bereits wieder zur Kita oder Schule geht.

Kann es erneut auftreten?

Erneuter Befall ist möglich und kein Beweis für schlechte Hygiene. Behandlungsschritte und Kontakte prüfen, ohne Betroffene zu beschämen.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 13.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Masern

Masern sind eine hochansteckende Virusinfektion. Meist beginnen sie mit Fieber, Husten, Schnupfen und geröteten Augen. Einige Tage später folgt ein fleckiger Ausschlag, zunächst im Gesicht und hinter den Ohren. Ähnliche Beschwerden haben auch andere Ursachen.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Über die Atemluft, auch ohne direkten Körperkontakt. In Innenräumen kann eine Ansteckung noch möglich sein, nachdem die erkrankte Person gegangen ist.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Erste Beschwerden nach 7 bis 21 Tagen; der Ausschlag beginnt durchschnittlich nach 14 bis 17 Tagen.
Dauer der Erkrankung
Fieber dauert häufig etwa eine Woche, der Ausschlag 4 bis 7 Tage. Die Erholung kann länger brauchen, besonders bei Komplikationen.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Etwa 4 Tage vor bis 4 Tage nach Beginn des Ausschlags. Bereits vor den sichtbaren Flecken können andere angesteckt werden.

Wie häufig kommt es vor?

Durch Impfungen deutlich seltener als früher; in Deutschland treten weiterhin regionale Ausbrüche auf, besonders bei Impflücken.

Was hilft bei Beschwerden?

Bei Verdacht die Praxis zuerst anrufen und zu Hause bleiben. Ruhe und ärztlich abgestimmte Mittel gegen belastendes Fieber können Beschwerden lindern. Gegen das Virus selbst gibt es keine gezielte Therapie. Antibiotika helfen nur bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen.

Wie lässt sich vorbeugen?

Der wichtigste Schutz ist die Impfung. Kontakt zu ungeschützten Personen vermeiden und Kita oder Schule informieren; die Rückkehr wird ärztlich beziehungsweise mit dem Gesundheitsamt geklärt. Nach Kontakt bei fehlendem oder unklarem Schutz sofort ärztlich beraten lassen. Für Impfung oder Antikörpergabe stehen nur wenige Tage zur Verfügung, besonders relevant bei Säuglingen, Schwangerschaft oder Immunschwäche.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Die STIKO empfiehlt Kindern zwei MMR-Impfungen, regulär mit 11 und 15 Monaten. Fehlende Impfungen nachholen; auch Erwachsene sollten ihren Impfpass prüfen lassen.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Lungen- und Gehirnentzündungen sind möglich. Kinder unter fünf Jahren und Erwachsene über 20 haben häufiger Komplikationen. Auch ältere Menschen ohne Immunschutz können erkranken. Schwangerschaft und Immunschwäche erhöhen das Risiko. Sehr selten entsteht Jahre später eine tödliche Gehirnerkrankung, die SSPE.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Schwere Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle sind Notfallzeichen: 112. Bei deutlicher Verschlechterung sofort ärztlich abklären lassen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Schon bei Verdacht die Einrichtung informieren und zu Hause bleiben. Die Rückkehr erfolgt nach ärztlicher Beurteilung oder Entscheidung des Gesundheitsamts, in der Regel frühestens am fünften Tag nach Beginn des Hautausschlags. Auch Kontaktpersonen im Haushalt können einem Besuchsverbot unterliegen. Ausnahmen wegen nachgewiesenen Schutzes mit dem Gesundheitsamt klären.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Selten, aber dringlich

Meningokokken-Erkrankung

Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung oder eine Sepsis auslösen können. Fieber, starke Kopfschmerzen und schweres Krankheitsgefühl können rasch zunehmen. Bei Babys sind die Zeichen oft unspezifisch, etwa schrilles Schreien, Erbrechen oder ungewöhnliche Schläfrigkeit.

Profil lesen Verlauf, Schutz und Hilfe

Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Durch engen Kontakt mit Speichel oder Nasen-Rachen-Sekret, etwa im Haushalt oder beim Küssen. Eine flüchtige Begegnung bedeutet normalerweise keine Ansteckung.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
2–10 Tage, meistens etwa 3–4 Tage.
Dauer der Erkrankung
Eine lebensbedrohliche Verschlechterung ist innerhalb weniger Stunden möglich. Für Behandlung und Erholung gibt es keine verlässliche allgemeine Zeitspanne; sie hängen von Verlauf und möglichen Folgeschäden ab.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Bereits bis zu sieben Tage vor Beschwerden. Nach 24 Stunden wirksamer Antibiotikabehandlung gelten Erkrankte normalerweise nicht mehr als ansteckend.

Wie häufig kommt es vor?

In Deutschland selten. Besonders betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche; Erkrankungen kommen jedoch in jedem Alter vor.

Was hilft bei Beschwerden?

Schon der Verdacht gehört sofort ins Krankenhaus. Antibiotika und gegebenenfalls Intensivbehandlung sind entscheidend. Nicht mit Hausmitteln abwarten.

Wie lässt sich vorbeugen?

Enge Kontaktpersonen müssen umgehend ärztlich beziehungsweise vom Gesundheitsamt beraten werden: Vorbeugende Antibiotika und gegebenenfalls eine zusätzliche Impfung können nötig sein.

Welche Rolle spielt die Impfung?

MenB-Impfungen werden mit 2, 4 und 12 Monaten empfohlen, versäumte Dosen bis zum fünften Geburtstag nachgeholt. MenACWY ist Standard im Alter von 12–14 Jahren; Nachholen bis zum 25. Geburtstag. Die frühere MenC-Standardimpfung mit zwölf Monaten entfällt. Für besondere Risiken gelten zusätzliche Empfehlungen. Impfungen decken nicht jede Ursache einer Hirnhautentzündung ab.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Möglich sind bleibende Hör- und Nervenschäden sowie schwere Organschäden. Eine fehlende Milz oder Immunschwäche erhöht das Risiko. Auch ältere Erwachsene können schwer erkranken; bestimmte Erregergruppen betreffen Menschen ab 80 Jahren häufiger.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Fieber mit rascher Verschlechterung, Benommenheit, Nackensteife, schwerer Atemnot oder neuen punktförmigen Hauteinblutungen: sofort 112. Nicht auf einen Ausschlag warten. Bei Säuglingen kann die Nackensteife fehlen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Bei Erkrankung oder Verdacht besteht ein Besuchsverbot; sofortige Behandlung ist nötig. Nach Genesung ist die Rückkehr möglich. Die Einrichtung informieren und mit der behandelnden Praxis abstimmen. Haushaltskontakte sind gesondert betroffen: Vorbeugende Antibiotika und Zeitpunkt der Rückkehr müssen rasch ärztlich beziehungsweise mit dem Gesundheitsamt geklärt werden. Nicht dieselbe Frist für Erkrankte und Kontaktpersonen anwenden.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Weitere Erkrankungen

Mumps

Mumps ist eine Virusinfektion. Typisch sind schmerzhaft geschwollene Wangen durch entzündete Ohrspeicheldrüsen, auf einer oder beiden Seiten. Fieber, Kopfweh und Appetitlosigkeit können hinzukommen. Manche Infektionen bleiben unbemerkt; auch dann ist eine Übertragung möglich.

Profil lesen Verlauf, Schutz und Hilfe

Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Vor allem über Speicheltröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen sowie direkten Speichelkontakt, etwa beim Küssen.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist 16 bis 18 Tage, möglich sind 12 bis 25 Tage.
Dauer der Erkrankung
Die Beschwerden halten meist 1 bis 2 Wochen an; die Wangenschwellung gewöhnlich 3 bis 8 Tage. Organentzündungen können den Verlauf verlängern.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Etwa 7 Tage vor bis 9 Tage nach Beginn der Speicheldrüsenschwellung. Am größten ist das Risiko kurz vor und in den ersten Tagen der Erkrankung.

Wie häufig kommt es vor?

In Deutschland dank Impfungen deutlich seltener als früher. Erkrankungen und Ausbrüche kommen weiterhin vor; betroffen sind auch Jugendliche und Erwachsene.

Was hilft bei Beschwerden?

Den Verdacht zeitnah ärztlich abklären und vor dem Praxisbesuch anrufen. Schonung hilft bei der Erholung. Schmerz- und fiebersenkende Medikamente können Beschwerden lindern; Auswahl und Anwendung für Kinder ärztlich oder in der Apotheke klären. Eine Behandlung gegen das Mumpsvirus selbst gibt es nicht.

Wie lässt sich vorbeugen?

Enge Kontakte meiden, Kita oder Schule informieren und den Zeitpunkt der Rückkehr klären lassen. Die Ansteckungsdauer ist nicht automatisch die verbindliche Ausschlussfrist. Ungeschützte Kontaktpersonen sollten sofort die Praxis kontaktieren: Eine rasche Impfung kann weitere Übertragungen eindämmen.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Empfohlen sind zwei MMR-Impfungen, regulär mit 11 und 15 Monaten. Mumps ist trotz vollständiger Impfung selten möglich.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Bei Jugendlichen und Erwachsenen treten Komplikationen häufiger auf als bei Kindern. Möglich sind Hodenentzündung, Entzündungen der Brustdrüsen oder Eierstöcke sowie Hirnhautentzündung und selten bleibende Hörschäden. Vollständige Unfruchtbarkeit nach Hodenentzündung ist selten. Auch ältere Erwachsene können erkranken; der Impfschutz kann nachlassen. Ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch Mumps in der Schwangerschaft ist nicht belegt. Erkrankung oder Kontakt dennoch ärztlich besprechen; bei Immunschwäche muss der Impfschutz individuell geplant werden.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Neue Hodenschmerzen oder Hörstörungen dringend abklären. Starke Kopfschmerzen mit Nackensteife oder Bewusstseinsstörungen erfordern sofortige medizinische Hilfe.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Die Einrichtung bei Erkrankung oder Verdacht informieren. Rückkehr nach Abklingen der Beschwerden und frühestens fünf Tage nach Beginn der Mumps-Erkrankung; den Zeitpunkt mit Praxis oder Gesundheitsamt klären. Bei ungeschützten Haushaltskontakten gelten eigene Regeln, auch wenn noch keine Beschwerden aufgetreten sind.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Magen-Darm

Norovirus-Infektion

Eine Norovirus-Infektion beginnt oft abrupt mit starkem Erbrechen, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Manchmal tritt nur Erbrechen oder nur Durchfall auf. Durch den Flüssigkeitsverlust können Schwäche und Kreislaufprobleme entstehen.

Profil lesen Verlauf, Schutz und Hilfe

Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Über kleinste Stuhl- oder Erbrochenenreste an Händen und Gegenständen, belastete Lebensmittel sowie feine Tröpfchen beim Erbrechen. Deshalb breiten sich Noroviren in Familien und Einrichtungen schnell aus.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist 6 Stunden bis 2 Tage nach der Ansteckung.
Dauer der Erkrankung
Die akuten Beschwerden klingen gewöhnlich nach 1 bis 2 Tagen ab.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Besonders ansteckend während der Beschwerden und in den ersten 48 Stunden danach. Viren können noch bis zu 2 Wochen, manchmal länger, ausgeschieden werden. Beschwerdefrei bedeutet deshalb nicht sofort ansteckungsfrei.

Wie häufig kommt es vor?

Sehr häufig, mit einem Schwerpunkt von Oktober bis März. Betroffen sind alle Altersgruppen; Kinder unter 5 Jahren und Menschen über 70 erkranken besonders häufig.

Was hilft bei Beschwerden?

Ruhe ermöglichen und regelmäßig kleine Mengen Flüssigkeit anbieten. Elektrolyt-Ersatzlösungen können den Salzverlust ausgleichen. Weiterstillen ist möglich. Antibiotika wirken nicht gegen Noroviren.

Wie lässt sich vorbeugen?

Erbrochenes zügig entfernen, Hände mit Wasser und Seife waschen und Toilette sowie Kontaktflächen reinigen. Eigene Handtücher nutzen, belastete Wäsche bei mindestens 60 °C waschen und während der Erkrankung keine Speisen für andere zubereiten. Besuche in Pflegeheimen und Krankenhäusern auch mindestens 2 Tage nach Beschwerdeende verschieben.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Eine verfügbare Schutzimpfung gibt es derzeit nicht. Hygiene bleibt entscheidend.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Kleine Kinder und ältere Menschen trocknen besonders leicht aus. Auch Schwangere und geschwächte Personen sollten bei starkem oder anhaltendem Brechdurchfall ärztlich betreut werden, besonders wenn Fieber hinzukommt.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Trinkverweigerung, deutlich weniger Urin, trockenem Mund oder Blut im Stuhl rasch ärztliche Hilfe suchen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Kinder unter sechs Jahren dürfen bei ansteckendem Erbrechen oder Durchfall und schon bei entsprechendem Verdacht vorübergehend nicht in die Einrichtung. Rückkehr in der Regel frühestens 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen beziehungsweise Durchfall; die Einrichtung informieren und Vorgaben des Gesundheitsamts beachten. Für ältere Kinder die Rückkehr ebenfalls abstimmen. Hände- und Toilettenhygiene fortführen, da weiterhin Viren ausgeschieden werden können.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Atemwege

Pseudokrupp

Bellender Husten, Heiserkeit und ein Geräusch beim Einatmen entstehen durch geschwollene Atemwege am Kehlkopf. Ein neuer Anfall braucht ärztlichen Rat; schwere Atemnot ist ein Notfall.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Meist löst ein Erkältungsvirus die Entzündung aus. Übertragbar ist der auslösende Infekt; nicht jedes angesteckte Kind entwickelt Pseudokrupp.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Hängt vom auslösenden Erreger ab. Häufig beginnen die Hustenanfälle erst nach einigen Tagen mit Erkältungsbeschwerden.
Dauer der Erkrankung
Leichte Beschwerden klingen oft innerhalb von etwa zwei Tagen ab. Nachts können erneut Anfälle auftreten.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Richtet sich nach dem zugrunde liegenden Infekt, nicht nach einer festen Pseudokrupp-Frist.

Wie häufig kommt es vor?

Besonders häufig zwischen sechs Monaten und drei Jahren, vor allem in der kalten Jahreszeit. Erwachsene sind nur selten betroffen.

Was hilft bei Beschwerden?

Ruhe bewahren, das Kind beruhigen und aufrecht halten. Bei mildem Verlauf nach ärztlicher Rücksprache regelmäßig nach ihm sehen, auch nachts. Kleine Schlucke anbieten, sobald es wieder gut atmen und schlucken kann. Kein heißer Dampf. Verordnete Notfallmedikamente nach dem persönlichen Behandlungsplan anwenden; sie ersetzen bei schwerer Atemnot nicht den Notruf.

Wie lässt sich vorbeugen?

Tabakrauch vermeiden. Händehygiene und Abstand zu akut Erkrankten vermindern die Weitergabe von Atemwegsinfekten, verhindern aber nicht jeden Anfall.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Eine eigene Pseudokrupp-Impfung gibt es nicht. Diphtherie und Hib können andere gefährliche Erkrankungen im Kehlkopfbereich auslösen; gegen diese schützt der reguläre Impfplan.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Die engen Atemwege kleiner Kinder erklären ihre besondere Anfälligkeit. Erwachsene können den auslösenden Infekt weitergeben, ohne selbst Krupphusten zu haben.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

112 bei deutlicher Atemnot, Einziehungen am Brustkorb, bläulichen Lippen oder ungewöhnlicher Schläfrigkeit. Auch Atemprobleme mit starkem Speichelfluss und Schluckstörung sind ein Notfall. Einen erstmals auftretenden bellenden Husten unverzüglich kinderärztlich abklären; außerhalb der Sprechzeiten 116117, solange keine Notfallzeichen bestehen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Eine feste Pseudokrupp-Frist gibt es nicht. Erst zurück, wenn das Kind sich erholt hat, fieberfrei ist und ohne Atemprobleme am Alltag teilnehmen kann. Bei einem bestimmten nachgewiesenen Erreger können dessen Regeln maßgeblich sein. Die Rückkehr mit Praxis und Einrichtung abstimmen.

Kann es erneut auftreten?

Anfälle können bei weiteren Infekten erneut auftreten. Wiederholte oder ungewöhnliche Verläufe ärztlich besprechen.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 13.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Ringelröteln

Ringelröteln werden durch Parvovirus B19 verursacht und sind eine andere Krankheit als Röteln. Viele Infektionen bleiben unbemerkt. Möglich sind leichtes Fieber, Unwohlsein, gerötete Wangen und später ein ringelförmiger Ausschlag an Körper und Gliedmaßen. Ein Ausschlag allein erlaubt keine sichere Diagnose.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Meist über Tröpfchen, engen Kontakt oder verunreinigte Hände. In der Schwangerschaft ist eine Übertragung auf das Ungeborene möglich.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Erste Beschwerden meist nach 4 bis 14 Tagen. Ein typischer Ausschlag zeigt sich häufig etwa 1 bis 2 Wochen nach der Ansteckung.
Dauer der Erkrankung
Der Ausschlag verblasst oft nach 7 bis 10 Tagen, kann jedoch wieder aufflammen. Bis er vollständig verschwunden ist, können 1 bis 6 Wochen vergehen.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Am höchsten vor dem Ausschlag. Sobald dieser erscheint, sind sonst gesunde Erkrankte in der Regel nicht mehr ansteckend. Auch symptomlose Infektionen können vorher übertragen werden.

Wie häufig kommt es vor?

Häufig bei Vorschul- und Schulkindern; in Kitas und Schulen kommt es besonders im Spätwinter und Frühjahr zu Häufungen.

Was hilft bei Beschwerden?

Meist genügt Erholung mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme. Beschwerden lassen sich bei Bedarf mit geeigneten Schmerz- oder Fiebermitteln lindern. Auswahl und Anwendung bei Kindern mit Praxis oder Apotheke abstimmen. Eine Behandlung gegen das Virus ist im gewöhnlichen Verlauf nicht nötig.

Wie lässt sich vorbeugen?

Hände gründlich waschen, Getränke nicht teilen und engen Kontakt zu Erkrankten begrenzen. Vollständig verhindern lässt sich eine Ansteckung so nicht, weil sie oft vor erkennbaren Zeichen stattfindet.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Eine Impfung gibt es nicht. Die Rötelnimpfung schützt nicht vor Ringelröteln.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Erwachsene können stärkere Gelenkbeschwerden bekommen. Besonders gefährdet sind Menschen mit Immunschwäche oder bestimmten Blutkrankheiten. In einer Schwangerschaft ohne gesicherten Schutz kann vor allem in der ersten Hälfte eine schwere Blutarmut des Ungeborenen entstehen. Nach möglichem Kontakt unverzüglich die gynäkologische Praxis anrufen, auch ohne Beschwerden.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei bekannten Blutkrankheiten oder Immunschwäche eine mögliche Infektion früh ärztlich besprechen. Ausgeprägte Schwäche oder deutliche Verschlechterung erfordern rasche Abklärung.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Bei gutem Allgemeinbefinden kann ein sonst gesundes Kind im Ausschlagsstadium normalerweise wieder in Kita oder Schule: Die besonders ansteckende Phase liegt meist davor. Kein eigener pauschaler Ausschluss nach § 34 IfSG. Die Einrichtung informieren, damit besonders Schwangere auf einen möglichen Kontakt reagieren können. Bei Immunschwäche oder Blutkrankheiten individuell ärztlich klären.

Kann es erneut auftreten?

Eine überstandene Infektion hinterlässt normalerweise lebenslangen Schutz.

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Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Magen-Darm

Rotavirus-Infektion

Rotaviren verursachen eine Magen-Darm-Infektion. Typisch sind plötzlich wässriger Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen; Fieber kann hinzukommen. Gerade Säuglinge verlieren dabei rasch Flüssigkeit und Salze.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Kleinste Stuhlreste gelangen über Hände, Spielzeug oder andere verunreinigte Gegenstände in den Mund. Auch symptomarme Erwachsene können Viren weitergeben.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist 1 bis 3 Tage zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden.
Dauer der Erkrankung
Die Beschwerden dauern meistens 2 bis 6 Tage.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Während der Erkrankung und noch Tage danach. Frühgeborene und Menschen mit geschwächter Abwehr können erheblich länger Viren ausscheiden.

Wie häufig kommt es vor?

Ein häufiger Durchfallerreger bei Kleinkindern, besonders in den ersten beiden Lebensjahren. Erkrankungen häufen sich im späten Winter und Frühjahr. Wiederholte Infektionen sind möglich.

Was hilft bei Beschwerden?

Flüssigkeit häufig in kleinen Portionen anbieten und weiterstillen. Eine Elektrolyt-Ersatzlösung aus der Apotheke kann verlorene Salze ersetzen; die Anwendung altersgerecht klären. Cola und Salzstangen ersetzen diese Behandlung nicht.

Wie lässt sich vorbeugen?

Hände nach Toilette und Windelwechsel sowie vor dem Essen mit Seife waschen. Toiletten und häufig berührte Flächen sorgfältig reinigen; eigene Handtücher verwenden.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Die STIKO empfiehlt die Schluckimpfung für Säuglinge ab 6 Wochen. Beginn bis 12 Wochen, je nach Impfstoff 2 oder 3 Dosen; Abschluss spätestens mit 24 beziehungsweise 32 Wochen. Sie schützt besonders vor schweren Verläufen. Die Kinderarztpraxis plant die Termine möglichst früh und bespricht Nutzen und Risiken.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Auch ältere und immungeschwächte Menschen können schwer erkranken. Bei Säuglingen, Schwangeren und geschwächten Personen ärztlichen Rat früh einholen, besonders bei anhaltendem Erbrechen oder Durchfall mit Fieber.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Trinkverweigerung, trockenem Mund, deutlich weniger Urin oder Blut im Stuhl umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Bei ansteckendem Erbrechen oder Durchfall und schon bei entsprechendem Verdacht gilt für Kinder unter sechs Jahren ein Besuchsverbot. Die Einrichtung informieren. Eine Rückkehr kommt frühestens 48 Stunden nach dem Ende von Erbrechen und Durchfall infrage; ärztliche oder behördliche Vorgaben beachten. Ältere Kinder bleiben bei Beschwerden ebenfalls zu Hause. Auch nach der Rückkehr können noch Viren ausgeschieden werden.

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Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Atemwege

RSV-Infektion

RS-Viren befallen die Atemwege. Oft beginnt die Erkrankung mit Schnupfen und Husten. Bei Babys können sich die kleinsten Atemwege entzünden; auch Lungenentzündungen sind möglich. Wiederholte Infektionen kommen in jedem Alter vor.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Vor allem durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen, außerdem über verunreinigte Hände und Gegenstände.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
2–8 Tage, im Mittel etwa fünf Tage.
Dauer der Erkrankung
Meist etwa 1–2 Wochen. Husten kann vier Wochen oder länger bleiben; schwere Verläufe dauern länger.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Meist 3–8 Tage, bereits vor erkennbaren Beschwerden. Neugeborene, Frühgeborene und Menschen mit Immunschwäche können deutlich länger Viren ausscheiden.

Wie häufig kommt es vor?

RSV ist auch in Deutschland sehr verbreitet und tritt besonders im Herbst und Winter auf. Fast alle Kinder begegnen dem Virus in ihren ersten Lebensjahren. Die Stärke einzelner Erkrankungswellen schwankt.

Was hilft bei Beschwerden?

Ruhe, eine rauchfreie Umgebung und häufig angebotene, altersgerechte Flüssigkeit können entlasten. Bei Babys Muttermilch oder gewohnte Säuglingsmilch anbieten. Weniger Trinken, auffällig wenige nasse Windeln oder zunehmende Atemarbeit erfordern rasche ärztliche Abklärung. Bei Frühgeborenen oder Vorerkrankungen früh Kontakt zur Praxis aufnehmen. Zuhause bleiben und Besuche bei gefährdeten Angehörigen verschieben.

Wie lässt sich vorbeugen?

Hände waschen und engen Kontakt zu Erkälteten vermeiden.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Für die erste RSV-Saison empfiehlt die STIKO allen Neugeborenen und Säuglingen vorbeugende Antikörper: Nirsevimab oder Clesrovimab. Das ist eine passive Immunisierung, keine aktive Impfung. Den Zeitpunkt legt die Kinderarztpraxis passend zu Geburt und Saison fest. Eine RSV-Impfung wird Erwachsenen ab 75 Jahren empfohlen, bereits ab 60 bei bestimmten schweren Vorerkrankungen oder beim Leben in einer Pflegeeinrichtung.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Frühgeborene und junge Säuglinge sind besonders gefährdet. Auch im höheren Alter sowie bei schweren Herz- oder Lungenerkrankungen und Immunschwäche kann RSV einen Krankenhausaufenthalt nötig machen.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Atempausen, blauen Lippen, schwerer Atemnot oder fehlender Ansprechbarkeit sofort 112. Sichtbare Einziehungen zwischen den Rippen sind ein Warnzeichen und gehören rasch ärztlich beurteilt.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Während der Erkrankung möglichst zu Hause bleiben und Kontakte zu Säuglingen sowie besonders gefährdeten Menschen vermeiden. RSV hat keine eigene pauschale Rückkehrfrist nach § 34 IfSG. Maßgeblich sind die Erholung, ausreichendes Trinken und unbeschwerte Atmung sowie Absprachen mit Praxis und Einrichtung. Bei fortbestehenden Atembeschwerden gehört das Kind in ärztliche Betreuung.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Röteln

Röteln sind eine Virusinfektion, die bei Kindern oft mild oder unbemerkt verläuft. Möglich sind feine rote Flecken, geschwollene Lymphknoten hinter den Ohren, leichtes Fieber und erkältungsähnliche Beschwerden. Der Ausschlag allein beweist keine Röteln. Ringelröteln sind eine andere Erkrankung.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Über Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen. Während einer Schwangerschaft können die Viren über die Plazenta zum ungeborenen Kind gelangen.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Etwa 2 bis 3 Wochen zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden.
Dauer der Erkrankung
Der Ausschlag verschwindet meist nach 1 bis 3 Tagen. Allgemeine Beschwerden oder Gelenkbeschwerden können länger anhalten; eine feste Gesamtdauer passt nicht zu jedem Verlauf.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Etwa eine Woche vor bis eine Woche nach Ausschlagsbeginn. Eine Infektion kann auch ohne auffällige Beschwerden bestehen.

Wie häufig kommt es vor?

Röteln sind in Deutschland durch Impfungen selten geworden.

Was hilft bei Beschwerden?

Vor einem Praxisbesuch anrufen und den Verdacht nennen. Beschwerden können mit passenden Schmerz- oder Fiebermitteln gelindert werden; eine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt es nicht. Bis sieben Tage nach Ausschlagsbeginn zu Hause bleiben und vor allem Kontakt zu Schwangeren vermeiden.

Wie lässt sich vorbeugen?

Kita oder Schule über den Verdacht informieren; Rückkehr und Maßnahmen für Kontaktpersonen ärztlich beziehungsweise mit dem Gesundheitsamt klären. Ein unauffälliger Ausschlag bedeutet nicht, dass kein Ansteckungsrisiko besteht. Fehlenden Impfschutz rasch ärztlich klären. Eine nachträgliche Impfung verhindert eine bereits erfolgte Ansteckung nicht zuverlässig.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Die STIKO empfiehlt zwei MMR-Impfungen, regulär mit 11 und 15 Monaten. Frauen sollten vor einer Schwangerschaft vollständig geschützt sein. In der Schwangerschaft wird dieser Lebendimpfstoff nicht gegeben; bei Immunschwäche ist eine individuelle Prüfung erforderlich.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Bei Erwachsenen sind Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen häufiger als bei Kindern. Das gilt grundsätzlich auch für ungeschützte ältere Erwachsene. Besonders schwerwiegend sind Infektionen in der frühen Schwangerschaft: Sie können Fehl- oder Frühgeburten sowie bleibende Schäden an Herz, Augen und Gehör des Kindes verursachen.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Schwangere sollten nach möglichem Kontakt sofort ihre Praxis informieren, auch ohne Beschwerden. Bei schwerem Krankheitsgefühl oder ungewöhnlichen Symptomen erneut ärztlich abklären lassen.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Schon bei Verdacht die Einrichtung informieren und zu Hause bleiben. Erkrankte sollen bis zum siebten Tag nach Beginn des Ausschlags Kontakte vermeiden; die konkrete Wiederzulassung legt die Praxis oder das Gesundheitsamt fest. Auch ungeschützte Haushaltskontakte können ausgeschlossen sein. Schwangere nach möglichem Kontakt unverzüglich ärztlich beraten lassen.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Scharlach

Scharlach entsteht durch bestimmte A-Streptokokken. Typisch sind plötzliches Fieber, Hals- und Schluckschmerzen, ein feiner, rauer Ausschlag und eine auffällig rote Zunge. Diese Zeichen können unterschiedlich ausgeprägt sein. Fieber mit Halsschmerzen und Ausschlag gehört ärztlich abgeklärt; vorher in der Praxis anrufen.

Profil lesen Verlauf, Schutz und Hilfe

Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Vor allem über Speicheltröpfchen und engen Kontakt, gelegentlich über verunreinigte Hände oder Gegenstände. Auch Menschen ohne Beschwerden können die Bakterien weitergeben.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist 1 bis 3 Tage zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden.
Dauer der Erkrankung
Akute Beschwerden dauern häufig etwa eine Woche und bessern sich unter Behandlung oft früher. Der Ausschlag verblasst meist nach 6 bis 9 Tagen; anschließende Hautschuppung kann länger anhalten.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Nach Beginn eines wirksamen Antibiotikums meist noch ungefähr 24 Stunden. Ohne Antibiotikum ist eine Übertragung bis zu 3 Wochen nach Symptombeginn möglich.

Wie häufig kommt es vor?

Eine häufige bakterielle Kinderkrankheit, besonders im Kindergarten- und Schulalter und während der kälteren Monate.

Was hilft bei Beschwerden?

Regelmäßig Getränke anbieten; weiche, angenehm temperierte Speisen erleichtern das Schlucken. Die Praxis entscheidet über Antibiotika. Verordnete Mittel genau nach Anweisung einnehmen, auch bei früher Besserung. Schmerzmittel nur passend zu Alter, Gewicht und Vorerkrankungen verwenden.

Wie lässt sich vorbeugen?

Hände mit Seife waschen, Hustenetikette beachten, Trinkgefäße nicht teilen und engen Kontakt während der Ansteckungszeit begrenzen.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Eine Impfung gibt es nicht.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Auch Erwachsene erkranken. Bei Menschen ab 65 Jahren, Immunschwäche oder schweren Grundkrankheiten ist das Risiko schwerer A-Streptokokken-Infektionen erhöht. Für eine unmittelbare Schädigung des Ungeborenen durch Scharlach gibt es keine Belege; Schwangere sollten eigene Symptome dennoch ärztlich besprechen.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Atemnot oder Bewusstseinsstörung 112 rufen. Trinkverweigerung, deutliche Verschlechterung oder erneute Beschwerden nach Besserung rasch abklären lassen; selten können Folgeerkrankungen auftreten.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Die Einrichtung schon bei Verdacht informieren. Unter wirksamer Antibiotikatherapie kommt die Rückkehr frühestens nach 24 Stunden und nach Abklingen der Beschwerden infrage. Ohne geeignete Antibiotikabehandlung frühestens 24 Stunden nach Abklingen der spezifischen Beschwerden; dies ärztlich klären lassen. Die Frist allein ersetzt die Beurteilung des Gesundheitszustands nicht.

Kann es erneut auftreten?

Erneute Erkrankungen sind möglich, weil verschiedene Bakterienstämme unterschiedliche Giftstoffe bilden.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Ausschlag

Windpocken

Windpocken entstehen durch Varizella-Zoster-Viren. Typisch sind stark juckende Flecken, Bläschen und Krusten gleichzeitig, oft mit Fieber. Nach der Erkrankung bleiben die Viren im Körper und können später eine Gürtelrose auslösen.

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Wie entsteht oder verbreitet sich das Problem?

Über die Atemluft und den Inhalt der Bläschen. Wer keinen Schutz hat, kann auch nach Kontakt mit Gürtelrose-Bläschen Windpocken bekommen, nicht unmittelbar Gürtelrose.

Wie lange dauert es?

Zeit bis zu den ersten Beschwerden
Meist 14 bis 16 Tage, insgesamt etwa 10 bis 21 Tage; nach vorbeugender Antikörpergabe bis zu 28 Tage.
Dauer der Erkrankung
Bei Kindern meist innerhalb von etwa zwei Wochen abgeheilt. Erwachsene können länger und stärker erkranken.
Zeit der Ansteckungsfähigkeit
Ab 1 bis 2 Tagen vor dem Ausschlag, bis alle Bläschen verkrustet sind. Das ist meist 5 bis 7 Tage nach Ausschlagsbeginn erreicht.

Wie häufig kommt es vor?

Seit Einführung der Impfung deutlich seltener. Windpocken gehören in Deutschland dennoch zu den häufiger vorkommenden impfvermeidbaren Infektionen.

Was hilft bei Beschwerden?

Kurze Fingernägel und lockere Kleidung verringern Hautverletzungen; nach dem Waschen vorsichtig trocken tupfen. Juckreizmittel können versucht werden, ihre Wirksamkeit ist aber nur begrenzt untersucht. Geeignete Mittel mit der Praxis oder Apotheke abstimmen. Ibuprofen ist für Kinder mit Windpocken ungeeignet; ASS nicht eigenständig geben. Bei erhöhtem Risiko kommen ärztlich verordnete antivirale Medikamente infrage.

Wie lässt sich vorbeugen?

Vor dem Praxisbesuch anrufen, Gemeinschaftseinrichtungen informieren und Kontakte zu ungeschützten Risikopersonen meiden. Schwangere ohne sicheren Schutz und Menschen mit Immunschwäche sollten sich nach Kontakt unverzüglich ärztlich melden. Eine vorbeugende Behandlung ist zeitkritisch.

Welche Rolle spielt die Impfung?

Zwei Windpocken-Impfungen sind regulär mit 11 und 15 Monaten empfohlen. Die spätere Gürtelrose-Impfung ersetzt diesen Schutz nicht.

Was gilt für Erwachsene und besonders gefährdete Menschen?

Bei gesunden Kindern meist unkompliziert, möglich sind aber bakterielle Hautinfektionen und selten schwere Komplikationen. Erwachsene, Neugeborene und Menschen mit Immunschwäche haben ein höheres Risiko. Schwangerschaft birgt Risiken für Mutter und Kind, besonders gefährlich kann eine Erkrankung rund um die Geburt sein. Ältere Erwachsene ohne Immunschutz können Windpocken bekommen. Wer sie früher hatte, ist meist geschützt, kann aber eine Gürtelrose entwickeln. Das ist eine andere Situation.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Schwere Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle: 112. Deutliche Verschlechterung oder stark entzündete Haut ärztlich abklären.

Wann sind Kita, Schule und andere Einrichtungen wieder möglich?

Bei Erkrankung oder Verdacht die Einrichtung informieren und zu Hause bleiben. Rückkehr, wenn keine Ansteckung mehr zu erwarten ist: im Regelfall sind dann alle Bläschen verkrustet, meist fünf bis sieben Tage nach Ausschlagsbeginn. Den Zeitpunkt ärztlich beziehungsweise mit der Einrichtung klären. Für ungeschützte Haushaltskontakte können eigene Besuchsverbote gelten.

Quellen und weiterführende Informationen

Profilstand: 09.10.2026. Rückkehrhinweise geprüft: 13.10.2026.

Was im Alltag helfen kann

Ruhe, Zuwendung und regelmäßiges Trinken helfen durch viele Infekte. Für Säuglinge bleiben Muttermilch beziehungsweise die gewohnte Säuglingsmilch die Grundlage; gestillte Babys häufiger anlegen. Fiebermittel dienen vor allem dazu, Schmerzen und starkes Unwohlsein zu lindern. Entscheidend ist, wie es dem Kind geht, nicht allein die Zahl auf dem Thermometer.

Medikamente und Hausmittel passend zum Alter

  • Arzneimittel müssen für das Alter geeignet sein. Bei Paracetamol und Ibuprofen richten sich Menge und Anwendung nach Körpergewicht, Alter und Präparat. Packungsbeilage beachten; bei Unsicherheit Praxis oder Apotheke fragen. Beide Mittel nicht eigenständig kombinieren oder abwechseln.
  • ASS beziehungsweise Acetylsalicylsäure bei Kindern und Jugendlichen nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung: Es besteht das Risiko eines seltenen, gefährlichen Reye-Syndroms. Bei Windpocken ist Ibuprofen ungeeignet.
  • Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung und genau wie verordnet geben. Sie helfen gegen bestimmte bakterielle Infektionen, nicht gegen Viren. Keine Reste verwenden, die einer anderen Person verschrieben wurden.
  • Im ersten Lebensjahr keinen Honig als Hausmittel geben, auch nicht im Tee. Er kann bei Säuglingen Botulismus auslösen.

Was konkret lindern kann, steht beim jeweiligen Krankheitsbild. Hausmittel ersetzen bei Warnzeichen keine Untersuchung.

Fieber messen und den Verlauf festhalten

Notiere neben der Temperatur, wie wach und ansprechbar das Kind ist, ob es trinkt und wie viel Urin es ungefähr ausscheidet. Ein niedrigerer Messwert allein bedeutet nicht, dass ein deutlich krank wirkendes Kind wieder gesund ist.

  • Babys: Ein digitales Thermometer misst im Po am zuverlässigsten. Vorsichtig nach Geräteanleitung anwenden, nie mit Kraft. Die Hand auf der Stirn ersetzt keine Messung.
  • Ab etwa einem Jahr: Ein geeignetes Ohrthermometer kann bei korrekter Anwendung zuverlässig sein. Gerät und Handhabung müssen zum Alter passen.
  • Ältere Kinder: Eine Messung im Mund ist möglich, wenn das Kind sicher mitmacht; unmittelbar vorher nichts Heißes oder Kaltes trinken. Messungen unter der Achsel oder an der Stirn sind weniger genau.
  • Für Vergleiche: Möglichst dieselbe Messstelle und dasselbe Gerät verwenden. Messstelle immer dazuschreiben. Keinen pauschalen Temperaturaufschlag addieren, um verschiedene Methoden gleichzusetzen.

Bei Babys unter drei Monaten erfordern 38 °C oder mehr eine unverzügliche ärztliche Untersuchung. Bei Warnzeichen keine Behandlung verzögern, um erst weitere Messwerte zu sammeln. Nach einer geeigneten Messmethode fragen, wenn die Messung nicht gelingt oder das Ergebnis unplausibel wirkt.

Ein leeres Verlaufsblatt für die Praxis

Uhrzeit, Messstelle, Temperatur, Befinden und Trinken lassen sich auf einem Blatt festhalten. Es wird ausgedruckt und handschriftlich ausgefüllt; die Website nimmt keine Gesundheitsdaten entgegen. Im Druckdialog kannst du es auch als PDF speichern.

Leeres Fieberprotokoll öffnen und drucken (neuer Tab)

Den Arztbesuch vorbereiten: Fragen sammeln und die kostenlose Gesprächsvorlage als PDF herunterladen.

Arztgespräch-Vorlage als PDF herunterladen

Messhinweise geprüft am 13. Oktober 2026. Quellen: IQWiG: Fieber messen bei Kindern und BIÖG: Fieber bei Babys und Kindern.

Wann wieder in Kita oder Schule?

Für bestimmte Infektionen und schon bei entsprechendem Verdacht gelten Besuchsverbote und Mitteilungspflichten nach § 34 Infektionsschutzgesetz. Dazu gehören unter anderem Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Keuchhusten und Scharlach. Die Einrichtung informieren und die Rückkehr mit der Praxis beziehungsweise dem Gesundheitsamt klären. Manche Regeln betreffen auch Kontaktpersonen im Haushalt.

Kinder unter sechs Jahren mit ansteckendem Erbrechen oder Durchfall, auch bei entsprechendem Verdacht, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen vorübergehend nicht besuchen. Bei diesen Magen-Darm-Infektionen ist die Rückkehr in der Regel frühestens zwei Tage nach Beschwerdeende möglich. Vorgaben des Gesundheitsamts beachten. Diese Frist gilt nicht pauschal für alle Kinderkrankheiten und garantiert keine Ansteckungsfreiheit.

Auch Borkenflechte und Kopflausbefall müssen der Einrichtung mitgeteilt werden; die Voraussetzungen für die Rückkehr unterscheiden sich. Für Hand-Fuß-Mund-Krankheit und Ringelröteln gelten wiederum andere Empfehlungen. Jedes Profil enthält einen eigenen Abschnitt dazu. Eine Frist allein sagt nicht, ob ein Kind schon wieder belastbar ist.

§ 34 Infektionsschutzgesetz und RKI: Empfehlungen für die Wiederzulassung. Vorgaben des Gesundheitsamts und die individuelle ärztliche Beurteilung beachten. Die Hinweise gelten für Deutschland.

Impfpass prüfen, besondere Situationen ansprechen

Die Impfhinweise beziehen sich auf Deutschland und den unten genannten Quellenstand. Nimm den Impfpass mit in die Praxis, damit fehlende Impfungen und Auffrischungen passend zu Alter und Vorgeschichte geplant werden können.

Schwangerschaft, Immunschwäche und Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, müssen bei der Impfplanung berücksichtigt werden. MMR- und Windpocken-Impfstoffe sind Lebendimpfstoffe und werden in der Schwangerschaft nicht gegeben. Bei Immunschwäche prüft die behandelnde Praxis, welche Impfungen möglich sind.

Nach Kontakt mit Masern, Windpocken oder Meningokokken kann rasches Handeln nötig sein. Warte dann nicht erst auf Beschwerden. Die Maßnahmen unterscheiden sich nach Erreger, bisherigem Schutz und persönlichem Risiko; Einzelheiten stehen in den Profilen.

Quellen zu den allgemeinen Hinweisen

Die Auswahl umfasst häufige oder besonders wichtige Erkrankungen im Kindesalter sowie Kopflausbefall. Sie ist kein vollständiges Verzeichnis aller Kindererkrankungen und keine aktuelle Übersicht lokaler Ausbrüche.