Auch bezeichnet als: Schlafhormon
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon; Produktstatus und zulässige Mengen unterscheiden sich nach Land und Darreichung.
Aufgaben im Körper
Melatonin ist ein hormonelles Zeitsignal für den Tag-Nacht-Rhythmus und kein klassischer Nährstoff. Mehr Milligramm bedeuten weder automatisch besseren Schlaf noch die Behandlung der Ursache einer Schlafstörung.
Mengen und Orientierung
Ein NRV und eine allgemein gesicherte Langzeitobergrenze für frei verkäufliche Melatoninpräparate existieren nicht. Mengen aus zugelassenen Werbeaussagen oder Arzneimitteln gelten für deren genaue Bedingungen und sind keine allgemeine persönliche Dosierempfehlung.
Formen im Supplement
Tabletten, Kapseln, Sprays und verzögerte Formen.
Einnahme
Zeitpunkt und Dauer hängen vom konkreten Schlaf- oder Rhythmusproblem ab; eine zusätzliche Portion in derselben Nacht ist nicht unkritisch. Wegen möglicher Wirkung am Folgetag erst wieder fahren oder Maschinen bedienen, wenn Wachheit und Reaktion sicher normal sind.
Kombinationen
Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel, sedierende Antihistaminika sowie Baldrian-, GABA- oder 5-HTP-Produkte können Müdigkeit und Reaktionsbeeinträchtigung verstärken. Verschiedene Melatoninprodukte dürfen nicht unbemerkt zusammengezählt werden.
Wechselwirkungen
Zu prüfen sind insbesondere Gerinnungshemmer, bestimmte Blutdruck- und Diabetesmittel, Antiepileptika und Immunsuppressiva. Das BfR rät bei Kindern und Jugendlichen, Schwangerschaft oder Stillzeit, Leber- oder Nierenfunktionsstörung, Autoimmunerkrankung und Epilepsie von unüberwachter Anwendung ab.
Verträglichkeit
Schläfrigkeit, Kopfschmerz, Schwindel, verlängerte Reaktionszeit, Blutdruckabfall, ungewöhnliche Träume, morgendliche Benommenheit und Gangunsicherheit sind möglich. Die Daten zur langfristigen täglichen Einnahme bleiben begrenzt.
Überdosierung
Zu hohe oder wiederholte Mengen können Benommenheit und Kreislaufwirkungen verlängern; zusammen mit weiteren Sedativa wird die Reaktion schwer vorhersehbar. Starke Verwirrtheit, Ohnmacht oder Atemprobleme erfordern sofortige Hilfe.
Nicht unkritisch einnehmen
Sedativa, Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft, Epilepsie, Autoimmun- und Gerinnungserkrankungen fachlich prüfen.
Labor und fachliche Abklärung
Eine einzelne Melatoninmessung bestimmt keine sinnvolle Produktmenge. Bei Risikopersonen können Blutdruck und Glukosestoffwechsel klinisch relevant sein; anhaltende Schlafprobleme benötigen eine strukturierte Schlaf- und Ursachenabklärung.
Lebensmittelquellen
Der Körper bildet Melatonin; kleine Mengen in Lebensmitteln sind nicht mit Präparaten gleichzusetzen.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- BfR: Melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026