Auch bezeichnet als: Sambucus nigra, Elderberry
Holunderbeeren werden gekocht als Lebensmittel und konzentriert als Sirup oder Extrakt genutzt.
Aufgaben im Körper
Reife schwarze Holunderbeeren liefern Anthocyane und Zucker; rohe oder unreife Beeren sowie andere Pflanzenteile können cyanogene Glykoside enthalten. Verarbeitung ist daher ein Sicherheitsmerkmal.
Mengen und Orientierung
Ein NRV für Holunderextrakt existiert nicht. Wichtig sind Art und Reifegrad, verwendeter Pflanzenteil, sichere Erhitzung, Fruchtäquivalent, Anthocyanstandardisierung und Zucker je Portion bei Sirup.
Formen im Supplement
Saft, Sirup, Pulver und Extrakte.
Einnahme
Nur ordnungsgemäß verarbeitete Beerenprodukte nach Etikett verwenden; selbst gesammelte rohe Beeren, Blätter oder Zweige sind ungeeignet. Ein Sirup ist zusätzlich als Zuckerquelle zu berücksichtigen.
Kombinationen
Vitamin C, Zink und Echinacea werden häufig ergänzt, ohne dass die fertige Mischung automatisch besser belegt ist. Mehrere Sirupe oder Lutschprodukte können beträchtliche Zucker- oder Süßstoffmengen liefern.
Wechselwirkungen
Robuste Interaktionsdaten fehlen. Bei Immunsuppressiva, Autoimmunerkrankung oder Diabetesmedikation sollte der konkrete Extrakt beziehungsweise zuckerhaltige Sirup fachlich geprüft werden.
Verträglichkeit
Unzureichend verarbeitete Pflanzenteile können Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfall auslösen. Auch allergische Reaktionen und Beschwerden durch Zuckeralkohole sind möglich.
Überdosierung
Ein allgemeiner UL für verarbeitete Holunderprodukte ist nicht festgelegt. Große Mengen ungekochten Materials sind wegen möglicher Cyanidfreisetzung kein harmloser Lebensmittelüberschuss.
Nicht unkritisch einnehmen
Rohe oder unreife Pflanzenteile können problematische Cyanoglykoside enthalten; Autoimmun- und Medikamentenfragen prüfen.
Labor und fachliche Abklärung
Es gibt keinen Holunderbedarfstest. Bei anhaltendem Fieber, Atemnot, Austrocknung oder ungewöhnlich schwerem Infekt sind Untersuchung und gegebenenfalls gezielte Laborwerte angezeigt.
Lebensmittelquellen
Gekochter Holundersaft, Gelee und verarbeitete Beeren.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- NCCIH: Holunderbeere, vorläufige Erkenntnisse bei Atemwegsbeschwerden und Risiken ungeeigneter Pflanzenbestandteile oder Zubereitungen.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.