Auch bezeichnet als: Cholecalciferol, Vitamin D3, Ergocalciferol, Vitamin D2, Calcidiol
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin mit Hormoncharakter. Der Körper kann es unter geeigneter UV-B-Strahlung in der Haut bilden.
Aufgaben im Körper
Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen, Zähne und Muskelfunktion, zu einer normalen Calciumaufnahme und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 5 µg pro Tag. Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit liegt bei 100 µg Vitamin-D-Äquivalenten pro Tag aus allen Quellen; bei Vitamin D2 oder D3 entspricht das 4.000 IE. Für Calcidiol-Monohydrat wird wegen der höheren Wirksamkeit ein Umrechnungsfaktor von 2,5 zu Vitamin D3 verwendet. Grenzwert und Etikettenwert sind keine persönliche Dosierungsempfehlung.
Formen im Supplement
Üblich sind Vitamin D3 und Vitamin D2. Calcidiol-Monohydrat ist für bestimmte Anwendungen in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen, wird aber wegen seiner höheren Wirksamkeit nicht eins zu eins wie Vitamin D3 berechnet. Aktive Arzneiformen wie Calcitriol oder Alfacalcidol gehören ausschließlich in ärztliche Behandlung.
Einnahme
Die Einnahme zu einer Mahlzeit mit etwas Fett ist sinnvoll. Regelmäßige moderate Einnahme und seltene Hochdosen sind nicht gleich zu bewerten.
Kombinationen
Calcium- und Magnesiumversorgung gehören zur Gesamteinordnung. Vitamin K2 ist nicht automatisch für jede Person notwendig und kann bei Gerinnungshemmern problematisch sein.
Wechselwirkungen
Nierenfunktion, Calciumstoffwechsel und verschiedene Arzneimittel können das Risiko verändern. Dazu gehören unter anderem bestimmte Entwässerungs-, Herz- und Epilepsiemittel.
Verträglichkeit
Übliche Mengen werden meist gut vertragen. Beschwerden durch Überdosierung entstehen vor allem über einen zu hohen Calciumspiegel.
Überdosierung
Eine chronische Überdosierung kann Hyperkalzämie, Nierensteine, Nierenschäden und Herzrhythmusstörungen verursachen. Hochdosen in großen Abständen sind nicht automatisch sicherer.
Nicht unkritisch einnehmen
Eine längerfristige hohe Einnahme ohne Kenntnis von Ausgangswert, Nierenfunktion und Calciumstoffwechsel ist nicht sinnvoll.
Labor und fachliche Abklärung
Zur Versorgungseinschätzung wird 25-Hydroxy-Vitamin-D bestimmt. Das Ergebnis muss zusammen mit Einnahme, Jahreszeit, Erkrankungen und gegebenenfalls Calciumwerten interpretiert werden.
Lebensmittelquellen
Nur wenige Lebensmittel liefern nennenswerte Mengen, darunter fettreicher Seefisch, Eigelb und bestimmte Pilze. Die körpereigene Bildung über Sonnenlicht ist meist bedeutender.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
- EFSA: tolerierbare Obergrenze für Vitamin D
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
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