Auch bezeichnet als: Thiamin, Thiaminhydrochlorid, Thiaminmononitrat, Benfotiamin
Vitamin B1 ist ein wasserlösliches Vitamin, das eng mit der Energiegewinnung und der normalen Funktion des Nervensystems verbunden ist.
Aufgaben im Körper
Thiamin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Funktion des Nervensystems und einer normalen Herzfunktion bei.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 1,1 mg pro Tag. Der Wert dient der Kennzeichnung und ersetzt keine individuelle Bedarfsbeurteilung.
Formen im Supplement
In Supplementen finden sich häufig Thiaminhydrochlorid und Thiaminmononitrat. Benfotiamin ist ein fettlöslicheres Derivat, dessen rechtliche Einordnung und Dosierung vom Produkt abhängen.
Einnahme
Thiamin kann grundsätzlich mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden. Bei empfindlichem Magen ist die Einnahme zu einer Mahlzeit oft angenehmer.
Kombinationen
Vitamin B1 ist häufig Bestandteil eines B-Komplexes. Mehrere Präparate sollten zusammengerechnet werden, damit unnötig hohe Gesamtmengen nicht übersehen werden.
Wechselwirkungen
Starker Alkoholkonsum kann die Versorgung deutlich beeinträchtigen. Auch bestimmte Erkrankungen und entwässernde Arzneimittel können den Status beeinflussen und sollten bei der fachlichen Beurteilung berücksichtigt werden.
Verträglichkeit
Oral eingenommenes Thiamin gilt in üblichen Mengen als gut verträglich. Magen-Darm-Beschwerden oder Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich, aber selten.
Überdosierung
Für oral aufgenommenes Thiamin ist keine allgemein anerkannte tolerierbare Obergrenze festgelegt. Daraus folgt jedoch kein zusätzlicher Nutzen sehr hoher Dosierungen.
Nicht unkritisch einnehmen
Neurologische Beschwerden, deutliche Erschöpfung oder anhaltender Appetitverlust sollten nicht allein mit Vitamin B1 behandelt werden, weil verschiedene Ursachen möglich sind.
Labor und fachliche Abklärung
Für die Beurteilung können Thiamindiphosphat im Vollblut oder funktionelle Marker verwendet werden. Auswahl und Interpretation gehören in fachliche Hände.
Lebensmittelquellen
Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch, Nüsse und Samen. Verarbeitung und langes Erhitzen können den Gehalt vermindern.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026