Auch bezeichnet als: Retinol, Retinylester, Beta-Carotin, Provitamin A
Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin. Vorgeformtes Vitamin A und Provitamin-A-Carotinoide werden im Körper unterschiedlich verarbeitet.
Aufgaben im Körper
Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft, Haut und Schleimhäute sowie zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Es ist außerdem an der Zellspezialisierung beteiligt.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 800 µg Retinoläquivalente pro Tag. Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit liegt bei 3.000 µg Retinoläquivalenten täglich aus vorgeformtem Vitamin A; sie gilt nicht für Beta-Carotin. Für Beta-Carotin konnte wegen unzureichender Dosis-Wirkungs-Daten keine Obergrenze festgelegt werden. Kennzeichnungsreferenz und Obergrenze sind keine persönliche Dosierungsempfehlung.
Formen im Supplement
Gebräuchlich sind Retinylacetat, Retinylpalmitat und Beta-Carotin. Die Formen unterscheiden sich darin, ob bereits fertiges Vitamin A vorliegt oder der Körper es erst umwandelt.
Einnahme
Als fettlösliches Vitamin wird Vitamin A zusammen mit einer Mahlzeit aufgenommen, die etwas Fett enthält. Die Gesamtmenge aus Einzelpräparaten und Multivitaminen sollte gemeinsam betrachtet werden.
Kombinationen
Nahrungsfett unterstützt die Aufnahme. Auf dem Etikett sollte klar erkennbar sein, wie viel vorgeformtes Vitamin A und wie viel Beta-Carotin enthalten ist.
Wechselwirkungen
Besondere Vorsicht gilt bei retinoidhaltigen Arzneimitteln und anderen Behandlungen, die den Vitamin-A-Stoffwechsel oder die Leber betreffen. Wechselwirkungen müssen im Einzelfall geprüft werden.
Verträglichkeit
Hohe Mengen können unter anderem Übelkeit, Kopfschmerzen oder Hautveränderungen auslösen. Beta-Carotin und vorgeformtes Vitamin A haben dabei nicht dasselbe Risikoprofil.
Überdosierung
Vorgeformtes Vitamin A kann sich im Körper anreichern. Eine längerfristige Überdosierung kann Leber, Knochen und weitere Organe belasten.
Nicht unkritisch einnehmen
Hoch dosiertes vorgeformtes Vitamin A gehört in Schwangerschaft und Kinderwunsch nicht in die Selbstmedikation. Frauen mit Kinderwunsch und Schwangeren rät die EFSA von Leberprodukten ab. Rauchende sollten Nahrungsergänzungsmittel mit Beta-Carotin vermeiden; für Beta-Carotin aus der üblichen Ernährung gibt es diesen Risikohinweis nicht.
Labor und fachliche Abklärung
Ein einzelner Serum-Retinolwert bildet die Versorgung nicht in jeder Situation zuverlässig ab. Bei Verdacht auf Mangel oder Überversorgung ist eine fachliche Gesamteinordnung sinnvoll.
Lebensmittelquellen
Vorgeformtes Vitamin A steckt besonders in Leber und in kleineren Mengen in Eigelb und Milchprodukten. Beta-Carotin liefern unter anderem Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis und grünes Gemüse.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
- EFSA: tolerierbare Obergrenze für vorgeformtes Vitamin A
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026