Auch bezeichnet als: Taraxacum officinale
Löwenzahnwurzel und -kraut werden als Tee, Pulver oder Extrakt angeboten.
Aufgaben im Körper
Löwenzahnkraut und -wurzel unterscheiden sich in Bitterstoffen, Inulin und weiteren Bestandteilen. Tee, Saft und Extrakt sind daher keine austauschbaren Zubereitungen.
Mengen und Orientierung
Ein Referenzwert wurde nicht festgelegt. Produktentscheidend sind Pflanzenteil, Zubereitung, Extraktverhältnis und gegebenenfalls Inulin- oder Kaliumbeitrag statt einer pauschalen „Entgiftungsmenge“.
Formen im Supplement
Wurzel, Kraut, Saft und Extrakte.
Einnahme
Der Zeitpunkt richtet sich nach Verträglichkeit und möglicher harntreibender Wirkung. Bei Gallenwegsverschluss, akuter Kolik oder ungeklärten Wassereinlagerungen ist zuerst Diagnostik nötig.
Kombinationen
Diuretische Kräutermischungen können Flüssigkeits- und Elektrolyteffekte addieren. Mariendistel oder Artischocke machen eine „Leberkur“ nicht automatisch sicher.
Wechselwirkungen
Diuretika und Lithium sind wegen möglicher Veränderungen von Flüssigkeit und Ausscheidung besonders relevant. Auch Diabetesmittel und kaliumwirksame Medikamente sollten berücksichtigt werden.
Verträglichkeit
Sodbrennen, Magenbeschwerden, Durchfall und allergische Reaktionen können vorkommen. Kreuzreaktionen sind bei Korbblütlerallergie möglich.
Überdosierung
Ein UL für Löwenzahnzubereitungen existiert nicht. Konzentrierte Extrakte oder große Mengen entwässernder Mischungen können Elektrolyt- und Kreislaufprobleme begünstigen.
Nicht unkritisch einnehmen
Gallenwegsprobleme, Korbblütlerallergie, Diuretika und Lithium können relevant sein.
Labor und fachliche Abklärung
Ein Löwenzahnbedarf ist nicht messbar. Bei Ödemen oder Diuretikatherapie können Nierenfunktion und Elektrolyte medizinisch relevant sein; sie dienen nicht als Anlass für Selbstbehandlung.
Lebensmittelquellen
Junge Blätter und Wurzeln werden als Lebensmittel oder Tee genutzt.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- NCCIH: Löwenzahn: sehr wenig Forschung am Menschen und offene Sicherheitsfragen bei größeren Mengen; kein belegtes „Detox“-Verfahren.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.