Auch bezeichnet als: Eisenbisglycinat, Eisenfumarat, Eisensulfat, Eisengluconat
Eisen ist für Sauerstofftransport und Blutbildung unverzichtbar. Eine Einnahme ohne geklärten Bedarf ist wegen möglicher Überladung und unerkannter Ursachen nicht sinnvoll.
Aufgaben im Körper
Eisen trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen und von Hämoglobin, zum Sauerstofftransport, Energiestoffwechsel und zur normalen Funktion des Immunsystems bei.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 14 mg pro Tag. Die EFSA nennt für Erwachsene einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit 40 mg täglich als sichere Gesamtzufuhr, ausdrücklich nicht als formale tolerierbare Obergrenze oder Zielmenge. Ärztlich überwachte therapeutische Dosen sind davon getrennt zu beurteilen; persönlicher Bedarf und Verluste können stark abweichen.
Formen im Supplement
Gebräuchlich sind zweiwertige Eisensalze wie Fumarat, Sulfat und Gluconat sowie Eisenbisglycinat. Elementarer Eisengehalt und Verträglichkeit unterscheiden sich.
Einnahme
Nüchtern ist die Aufnahme oft besser, zu einer Mahlzeit meist verträglicher. Kaffee, Tee und größere Calciumgaben können die Aufnahme vermindern.
Kombinationen
Vitamin C verbessert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen. Eine Kombination ist bei Eisenüberladung oder ohne geklärten Bedarf nicht automatisch sinnvoll.
Wechselwirkungen
Eisen vermindert die Aufnahme verschiedener Arzneimittel, darunter bestimmte Antibiotika und Schilddrüsenhormone. Zeitabstände müssen produktbezogen geprüft werden.
Verträglichkeit
Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder dunkler Stuhl sind häufig. Eine andere Verbindung oder Aufteilung kann die Verträglichkeit verändern.
Überdosierung
Zu viel Eisen kann Organe schädigen. Akute Überdosierungen sind besonders für Kinder gefährlich; Präparate müssen sicher aufbewahrt werden.
Nicht unkritisch einnehmen
Blässe, Müdigkeit oder Haarausfall beweisen keinen Eisenmangel. Blutverlust, Entzündung, Magen-Darm-Erkrankungen oder andere Formen der Blutarmut müssen berücksichtigt werden. Auch in der Schwangerschaft soll Eisen nur nach ärztlich diagnostizierter Unterversorgung gezielt ergänzt werden.
Labor und fachliche Abklärung
Ferritin, Blutbild, Transferrinsättigung und Entzündungsmarker werden gemeinsam beurteilt. Ferritin kann bei Entzündung erhöht sein und einen Mangel verdecken.
Lebensmittelquellen
Fleisch und Innereien liefern gut verfügbares Häm-Eisen. Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse, Samen und grünes Gemüse liefern Nicht-Häm-Eisen.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
- EFSA: sicherer Zufuhrwert für Eisen
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
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