Auch bezeichnet als: Molybdat, Natriummolybdat
Molybdän ist Bestandteil weniger, aber wichtiger Enzyme. Ein Mangel ist bei normaler Ernährung ausgesprochen selten.
Aufgaben im Körper
Molybdän trägt zu einer normalen Verstoffwechselung schwefelhaltiger Aminosäuren bei.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 50 µg pro Tag. Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene liegt bei 600 µg täglich aus allen Quellen. Eine eigenständige Ergänzung ist bei üblicher Mischkost selten begründet; die Obergrenze ist keine Zielmenge.
Formen im Supplement
In Supplementen wird häufig Natriummolybdat verwendet.
Einnahme
Molybdän ist meist Bestandteil von Multimineralpräparaten. Einzelpräparate sollten nur bei klarer fachlicher Begründung eingesetzt werden.
Kombinationen
Hohe Molybdänmengen können den Kupferstoffwechsel beeinflussen. Eine parallele Kupfergabe sollte nicht ohne Abklärung erfolgen.
Wechselwirkungen
Für übliche Nährstoffmengen sind wenige klinisch bedeutsame Arzneimittelinteraktionen bekannt. Sehr hohe Mengen können Stoffwechselwege dennoch beeinflussen.
Verträglichkeit
Übliche Mengen gelten als gut verträglich. Daten zu langfristig hohen Supplementdosen sind begrenzt.
Überdosierung
Sehr hohe Zufuhr kann Harnsäure erhöhen und kupferbezogene Veränderungen begünstigen.
Nicht unkritisch einnehmen
Eine vorbeugende Einnahme ohne besonderen Anlass bietet meist keinen erkennbaren Vorteil.
Labor und fachliche Abklärung
Eine Laborbestimmung ist im Alltag nicht üblich und bleibt besonderen medizinischen Fragen vorbehalten.
Lebensmittelquellen
Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Innereien liefern Molybdän. Die Gehalte hängen teilweise vom Boden ab.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026