Auch bezeichnet als: Harpagophytum procumbens
Teufelskrallenwurzel wird in Gelenk- und Verdauungsprodukten eingesetzt.
Aufgaben im Körper
Teufelskrallenwurzel liefert Iridoidglykoside, darunter Harpagosid. Extrakte werden für Beschwerden des Bewegungsapparats untersucht, reparieren jedoch weder Gelenke noch ersetzen sie eine Diagnose der Schmerzursache.
Mengen und Orientierung
Ein Harpagosidgehalt und das Droge-Extrakt-Verhältnis sind aussagekräftiger als die bloße Extraktmasse. Wurzelpulver, Tee und konzentrierter Extrakt besitzen keine automatisch gleichwertigen Portionen.
Formen im Supplement
Wurzelpulver und Harpagosid-standardisierte Extrakte.
Einnahme
Bei empfindlichem Magen ist die Einnahme zu einer Mahlzeit plausibel; bei Geschwürleiden sollte sie unterbleiben. Ein Gallengangsproblem oder Gallensteinleiden muss vor bitterstoffreichen Präparaten abgeklärt werden.
Kombinationen
Die gleichzeitige Nutzung mehrerer Gelenkextrakte macht Nebenwirkungen schwer zuzuordnen. Eine zusätzliche Schmerzmedikation sollte nicht allein wegen des pflanzlichen Charakters als risikofreie Kombination gelten.
Wechselwirkungen
Klinisch gesicherte Arzneimittelwechselwirkungen sind nicht berichtet; belastbare Studien am Menschen fehlen jedoch. Für einzelne Medikamentengruppen bestehen theoretische oder vorklinische Hinweise, aber kein verlässlicher klinischer Nachweis. Bei komplexer Medikation ist eine produktbezogene Prüfung sinnvoll.
Verträglichkeit
Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerz, Kopfschmerz und Hautreaktionen sind möglich. Verstärkte Magenschmerzen, schwarzer Stuhl oder auffälliges Herzklopfen sollten nicht durch Weiternehmen getestet werden.
Überdosierung
Für hoch konzentrierte Teufelskrallenextrakte fehlt eine einheitliche Obergrenze. Eine Überdosierung kann vor allem den Magen-Darm-Trakt belasten; in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen.
Nicht unkritisch einnehmen
Bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren nicht eigenständig anwenden; bei Gallensteinen vorher ärztlich klären. Klinisch gesicherte Arzneimittelwechselwirkungen sind laut EMA nicht berichtet, die Human-Datenlage ist jedoch begrenzt; Herz- oder Gerinnungsmedikamente daher nicht als erwiesene Wechselwirkungen darstellen, bei komplexer Medikation aber produktbezogen prüfen.
Labor und fachliche Abklärung
Ein Harpagosidspiegel wird klinisch nicht kontrolliert. Bei relevanter Begleitmedikation können Blutdruck, Glukose oder Gerinnungswerte beobachtet werden; anhaltender Schmerz benötigt unabhängig davon eine Ursachenabklärung.
Lebensmittelquellen
Keine Lebensmittelquelle.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EMA: Monographie und Bewertung zu Teufelskralle
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026