Auch bezeichnet als: Rosenwurz, Rhodiola rosea
Rhodiola-Extrakte werden als Adaptogen angeboten; Standardisierung und Datenlage variieren.
Aufgaben im Körper
Rhodiola rosea enthält unter anderem Rosavine und Salidrosid; Art, Wurzel und Extraktionsverfahren bestimmen das Profil. Der Adaptogenbegriff liefert keine einheitliche pharmakologische Definition.
Mengen und Orientierung
Kein NRV oder gesicherter allgemeiner UL steht zur Verfügung. Zu prüfen sind Artidentität, Verhältnis der Leitsubstanzen, Extraktmenge und Übereinstimmung mit der untersuchten Zubereitung.
Formen im Supplement
Wurzelextrakte mit Rosavinen und Salidrosid in wechselnden Verhältnissen.
Einnahme
Bei aktivierender Wirkung ist eine Einnahme spät am Tag oft ungünstig, aber die individuelle Reaktion bleibt entscheidend. Schlafprobleme oder manische Symptome sind Gründe, nicht weiterzunehmen.
Kombinationen
Koffein, Pre-Workout-Produkte und andere stimulierende Adaptogene können Unruhe addieren. Zusammen mit sedierenden Stoffen entsteht keine verlässlich „ausgleichende“ Mischung.
Wechselwirkungen
Serotonerge oder stimulierende Psychopharmaka und eine bipolare Erkrankung erfordern besondere Vorsicht. Auch Blutdruck- und Diabetesmedikation sollte wegen begrenzter Interaktionsdaten geprüft werden.
Verträglichkeit
Schwindel, trockener Mund, Unruhe, Kopfschmerz und Schlafstörung sind möglich. Auffällige Hochstimmung, stark reduziertes Schlafbedürfnis oder Herzrasen benötigen ärztliche Beurteilung.
Überdosierung
Eine verlässliche Höchstmenge ist nicht abgeleitet. Höhere Standardisierung bedeutet nicht automatisch bessere Wirkung und kann zentralnervöse Nebenwirkungen verstärken.
Nicht unkritisch einnehmen
Bipolare Erkrankung, stimulierende oder serotonerge Medikamente und Schlafprobleme benötigen besondere Prüfung.
Labor und fachliche Abklärung
Es gibt keinen Rhodiola-Mangeltest. Erschöpfung sollte bei Dauer oder Warnzeichen anhand möglicher körperlicher und psychischer Ursachen abgeklärt werden, nicht nur über Cortisol-Einzelwerte.
Lebensmittelquellen
Keine übliche Lebensmittelquelle.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- NCCIH: begrenzte Erkenntnisse zu Rosenwurz und mögliche Wechselwirkungen; kein gesicherter allgemeiner Nutzen bei Erschöpfung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.