Auch bezeichnet als: WPC, Whey Protein Concentrate
Whey-Konzentrat enthält neben Protein variable Mengen Laktose, Fett und Mineralstoffe.
Aufgaben im Körper
Whey-Konzentrat liefert vollständiges Milchprotein und behält je nach Herstellung unterschiedliche Anteile an Laktose, Fett und Mineralstoffen. Diese Begleitstoffe prägen den praktischen Unterschied zum Isolat.
Mengen und Orientierung
Für WPC besteht kein eigener produktspezifischer Referenzwert. Die EU setzt für die Protein-Kennzeichnung eines durchschnittlichen Erwachsenen 50 Gramm pro Tag an; dieser Wert beschreibt nicht den individuellen Bedarf. Auf dem Etikett zählen Protein pro Portion und pro 100 Gramm sowie Laktose, Energie und gegebenenfalls zugesetzte Aminosäuren.
Formen im Supplement
WPC mit unterschiedlichem Proteingehalt.
Einnahme
Die Zubereitung mit Milch statt Wasser erhöht Protein, Energie und Laktose der fertigen Portion. Für den Zeitpunkt gelten dieselben Grundsätze wie für andere Proteinquellen: Die Tagesbilanz steht im Vordergrund.
Kombinationen
Zusätzliches Isolat, Casein oder EAA kann die gleiche Proteinmenge nur verteilen, statt eine Versorgungslücke zu schließen. Rezepturen sollten nach Gesamtprotein und nicht nach Zahl der Proteinarten verglichen werden.
Wechselwirkungen
Milcheiweißallergie betrifft auch Konzentrat. Bei Medikamenten, deren Einnahme an nüchternen Magen oder Abstände zu Mineralstoffen gebunden ist, muss der vollständige Shake als Nahrung berücksichtigt werden.
Verträglichkeit
Der höhere Restlaktosegehalt kann bei Laktoseintoleranz Blähungen, Krämpfe oder Durchfall begünstigen. Auch Emulgatoren und Süßstoffe können eine Rolle spielen.
Überdosierung
Große Mengen erhöhen neben Protein häufig auch Energie, Laktose und weitere Nährstoffe. Eine hohe Pulverportion ist nicht automatisch eine passende tägliche Proteinzufuhr.
Nicht unkritisch einnehmen
Bei Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie ungeeignet oder sorgfältig zu prüfen.
Labor und fachliche Abklärung
Laktoseintoleranz wird nicht anhand eines Whey-Blutwerts beurteilt. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine gezielte Abklärung sinnvoller als immer weitere Proteinprodukte auszuprobieren.
Lebensmittelquellen
Molke und Milchprodukte.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Referenzmenge für Protein in der Kennzeichnung
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026