Auch bezeichnet als: Iod, Kaliumiodid, Kaliumiodat, Iodid
Jod wird für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt. Sowohl zu wenig als auch zu viel kann bei empfindlicher Schilddrüse problematisch sein.
Aufgaben im Körper
Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen, einer normalen Schilddrüsenfunktion, einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 150 µg pro Tag. Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene liegt bei 600 µg täglich aus allen Quellen. Für Schwangere wird in Deutschland zusätzlich zu einer jodreichen Ernährung eine Ergänzung von 100 bis 150 µg Jod täglich empfohlen; bei Schilddrüsenerkrankungen erst nach ärztlicher Rücksprache. Diese Empfehlung ist von Kennzeichnungsreferenz und Obergrenze zu unterscheiden.
Formen im Supplement
Supplemente enthalten häufig Kaliumiodid oder Kaliumiodat. Algenprodukte können sehr schwankende und teilweise hohe Jodmengen liefern.
Einnahme
Eine regelmäßige moderate Zufuhr ist besser kontrollierbar als stark schwankende Hochdosen. Algenmengen sollten anhand einer verlässlichen Jodangabe beurteilt werden.
Kombinationen
Selen und Eisen sind ebenfalls an Schilddrüsenprozessen beteiligt. Eine Mehrfachergänzung sollte dennoch nur nach tatsächlichem Bedarf erfolgen.
Wechselwirkungen
Schilddrüsenmedikamente, Amiodaron und weitere jodhaltige Arzneimittel oder Kontrastmittel können die Situation verändern.
Verträglichkeit
Übliche Mengen werden meist vertragen. Empfindliche Personen können auf hohe oder plötzlich veränderte Zufuhr mit Schilddrüsenfunktionsstörungen reagieren.
Überdosierung
Eine hohe Jodzufuhr kann Über- oder Unterfunktion auslösen, besonders bei vorbestehenden Schilddrüsenerkrankungen.
Nicht unkritisch einnehmen
Bei Hashimoto, Morbus Basedow, Schilddrüsenknoten oder unklaren Schilddrüsenwerten sollte Jod nicht eigenmächtig hoch dosiert werden.
Labor und fachliche Abklärung
TSH, freie Schilddrüsenhormone und gegebenenfalls Antikörper beurteilen die Schilddrüsenfunktion. Die Jodversorgung wird für Einzelpersonen nicht allein aus einer einzelnen Urinprobe sicher abgeleitet.
Lebensmittelquellen
Jodiertes Speisesalz, Seefisch, Milchprodukte und Eier tragen zur Versorgung bei. Algen können sehr unterschiedliche Mengen enthalten.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
- DGE: Folsäure und Jod in der Schwangerschaft
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026