Auch bezeichnet als: Quercetin-Dihydrat, Quercetin-Phytosom
Quercetin ist ein Flavonoid; Präparate unterscheiden sich stark in Löslichkeit und Bioverfügbarkeit.
Namen und mögliche Verwechslungen
„Vitamin P“ wurde früher als Sammelbezeichnung für bestimmte Flavonoide verwendet. Dazu gehören Pflanzenstoffe wie Rutin. Es handelt sich nicht um ein zusätzliches anerkanntes Vitamin. Aussagen über einen einzelnen Stoff oder Extrakt lassen sich nicht pauschal auf alle Bioflavonoide übertragen.
Aufgaben im Körper
Quercetin ist ein Flavonol, das nach Aufnahme rasch in verschiedene Konjugate umgewandelt wird. Reines Quercetin, Glycoside und formulierte Phytosome erzeugen daher nicht dieselbe Exposition und sind keine pauschalen „Antihistaminika“.
Mengen und Orientierung
Salz, Hydrat, Glycosid oder Trägersystem müssen zusammen mit der Quercetinäquivalentmenge ausgewiesen sein. Eine beworbene vielfache Bioverfügbarkeit ist ohne vergleichende Untersuchung am Menschen kein Dosisumrechner.
Formen im Supplement
Quercetin, Dihydrat, Glycoside und Phytosomformen.
Einnahme
Einnahme mit oder ohne Mahlzeit hängt von Formulierung und Magenverträglichkeit ab. Sehr gut aufnehmbare Formen sollten nicht nach Mengen weniger verfügbarer Standardprodukte übernommen werden.
Kombinationen
Vitamin C oder Bromelain werden häufig zugesetzt, sind aber keine zwingenden Aktivatoren von Quercetin. Hoch dosierte „Zink-Ionophor“-Kombinationen sind kein Ersatz für eine medizinische Infektionsbehandlung.
Wechselwirkungen
Daten zu Wechselwirkungen beim Menschen sind begrenzt; Transporter- und Enzymbefunde erlauben keine verlässliche klinische Vorhersage. Bei Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite, insbesondere Transplantationsmedikation, sind eine fachliche Prüfung und gegebenenfalls Spiegelkontrollen erforderlich.
Verträglichkeit
Kopfschmerz, Kribbeln, Übelkeit oder Bauchbeschwerden können auftreten. Bei vorbestehender Nierenschädigung ist besondere Vorsicht angebracht, auch wenn eine Nierenschädigung durch übliche orale Mengen nicht pauschal belegt ist.
Überdosierung
Die langfristige Sicherheit hoch dosierter oraler Einnahmen ist unzureichend untersucht. Eine verbesserte Aufnahmeform macht eine Hochdosis nicht automatisch sicherer und vergrößert möglicherweise die Arzneimittelexposition.
Nicht unkritisch einnehmen
Arzneimitteltransporter, Antibiotika, Nierenprobleme und hohe Mengen erfordern Prüfung.
Labor und fachliche Abklärung
Ein Quercetinstatus hat keine etablierte klinische Zielspanne. Bei längerer hoher Zufuhr und Nierenrisiko sind Kreatinin und eGFR eher relevant; Arzneimittelspiegel werden bei entsprechender enger Therapie ärztlich gesteuert.
Lebensmittelquellen
Zwiebeln, Äpfel, Beeren, Kapern und Grünkohl.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- Historische Originalveröffentlichung, 1951: Bioflavonoide und die Bezeichnung Vitamin P
- DGE: Referenzwerte für die anerkannten Vitamine und weitere Nährstoffe
- NIH ODS: Quercetin im Sport, Studienergebnisse und Grenzen; keine allgemeine Dosierungsempfehlung
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Bezeichnungen und ergänzende Angaben geprüft: 07.10.2026
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.