Auch bezeichnet als: Selenomethionin, Natriumselenit, Natriumselenat
Selen ist Bestandteil spezialisierter Enzyme. Die Spanne zwischen ausreichender und dauerhaft zu hoher Zufuhr ist vergleichsweise eng.
Aufgaben im Körper
Selen trägt zu einer normalen Funktion von Immunsystem und Schilddrüse, zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress sowie zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei.
Mengen und Orientierung
EU-Kennzeichnungsreferenz: 55 µg pro Tag. Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit liegt bei 255 µg täglich aus allen Quellen. Der Selengehalt pflanzlicher Lebensmittel schwankt stark mit dem Boden; die Obergrenze ist keine Zielmenge.
Formen im Supplement
Selenomethionin wird in Körperproteine eingebaut und stärker gespeichert. Natriumselenit und Natriumselenat werden anders verstoffwechselt.
Einnahme
Selen kann zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Mehrere Multivitamin-, Haar- und Schilddrüsenprodukte sollten zusammengerechnet werden.
Kombinationen
Jod und Selen sind beide für Schilddrüsenprozesse relevant. Eine kombinierte Hochdosis ist ohne geklärten Bedarf nicht sinnvoll.
Wechselwirkungen
Bei Schilddrüsenerkrankungen, Nierenproblemen und bestimmten Therapien sollte die Einnahme fachlich geprüft werden.
Verträglichkeit
Übliche Mengen werden meist vertragen. Übelkeit oder ungewöhnlicher Geschmack können bei höheren Mengen auftreten.
Überdosierung
Chronisch zu viel Selen kann Haarausfall, brüchige Nägel, Hautveränderungen, Magen-Darm-Beschwerden, Nervensymptome und knoblauchartigen Atem verursachen.
Nicht unkritisch einnehmen
Haarausfall oder Schilddrüsenbeschwerden sind kein sicherer Hinweis auf Selenmangel. Zu hohe Einnahmen können ähnliche äußere Zeichen hervorrufen.
Labor und fachliche Abklärung
Serum- oder Plasmaselen sowie Selenoprotein P können zur Einordnung dienen. Supplementform, Entzündung und Nierenfunktion beeinflussen die Bewertung.
Lebensmittelquellen
Fisch, Fleisch, Eier und je nach Herkunft Nüsse und Getreide liefern Selen. Paranüsse können stark schwankende und hohe Mengen enthalten.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
- EFSA: tolerierbare Obergrenze für Selen
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026