Auch bezeichnet als: Multivitamin, A-Z-Präparat
Multivitaminpräparate kombinieren mehrere Vitamine, oft zusätzlich Mineralstoffe.
Aufgaben im Körper
Ein Multivitaminpräparat bündelt Stoffe mit unterschiedlichen Aufgaben, Speicherfähigkeiten und Risiken. Es gleicht weder automatisch eine unausgewogene Ernährung aus noch beweist die Bezeichnung „A–Z“ eine bedarfsgerechte Zusammensetzung.
Mengen und Orientierung
Jedes Vitamin und jeder Mineralstoff muss einzeln gegen NRV, Gesamtzufuhr und gegebenenfalls EFSA-Obergrenze geprüft werden. Prozentwerte addieren sich nicht zu einem Gesamtqualitätswert; besonders relevant sind Retinol, B6, Niacin, Folat, D, E, Eisen, Jod, Zink und Selen.
Formen im Supplement
Tabletten, Kapseln, Pulver, Brause- und Flüssigprodukte.
Einnahme
Die vorgesehene Tagesportion darf nicht wegen ausgelassener Tage verdoppelt werden. Einnahme mit einer Mahlzeit kann die Magenverträglichkeit verbessern, ersetzt aber nicht die Prüfung von Arzneimittelabständen und fettlöslichen Bestandteilen.
Kombinationen
Angereicherte Getränke, Proteinpulver, Einzelvitamine und weitere Multis können dieselben Nährstoffe liefern. Für die Gesamtzufuhr zählen alle Präparate und stark angereicherten Lebensmittel, nicht nur das Produkt mit der höchsten Dosis.
Wechselwirkungen
Vitamin K ist bei Vitamin-K-Antagonisten relevant; Calcium, Eisen, Magnesium und Zink können Schilddrüsenhormone, Bisphosphonate und bestimmte Antibiotika in der Aufnahme stören. Biotin kann zahlreiche Laborverfahren verfälschen.
Verträglichkeit
Übelkeit, Verstopfung durch Eisen, Durchfall durch Magnesium, Niacin-Flush oder gelber Urin durch Riboflavin können auftreten. Eine neue Beschwerde lässt sich bei vielen Zutaten oft nur schwer einem Stoff zuordnen.
Überdosierung
Chronische Überversorgung ist vor allem bei speichernden Vitaminen und mehreren parallelen Produkten möglich. Akute Eisenüberdosierung kann insbesondere für Kinder gefährlich sein; Präparate müssen sicher verwahrt werden.
Nicht unkritisch einnehmen
Einzelmengen, Doppelungen, Vitamin A, B6, D, E, K, Niacin und Mineralstoffe vollständig prüfen.
Labor und fachliche Abklärung
Ein unspezifisches „Vitaminprofil“ rechtfertigt kein Multivitamin. Sinnvoll sind nur gezielte Werte bei passender Fragestellung; Biotin muss Labor und Praxis vor Blutabnahmen ausdrücklich genannt und nach deren Anweisung pausiert werden.
Lebensmittelquellen
Eine abwechslungsreiche Ernährung liefert Vitamine in Lebensmittelverbänden.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- NIH ODS: Zusammensetzung, mögliche Mehrfachzufuhr und Forschung zu Multivitamin-/Mineralpräparaten; keine einheitliche Rezeptur oder allgemeine Krankheitsprävention.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026
Quellenhinweise ergänzt: 20.09.2026. Die Auswahl behandelt die jeweils genannte Frage und ist keine vollständige Bewertung aller Aussagen dieses Eintrags.