Auch bezeichnet als: Sodium, Kochsalzbestandteil, Natriumchlorid
Natrium ist ein lebensnotwendiger Elektrolyt. In Deutschland stammt die Zufuhr überwiegend aus Kochsalz und verarbeiteten Lebensmitteln; zusätzliche Präparate sind im Alltag meist nicht die entscheidende Quelle.
Aufgaben im Körper
Natrium ist an Flüssigkeitshaushalt, Nervenleitung und Muskelarbeit beteiligt. Der Körper reguliert den Blutspiegel eng.
Mengen und Orientierung
Für Natrium gibt es keinen eigenen EU-NRV in der üblichen Nährwertkennzeichnung; als Referenzmenge für Salz werden dort 6 g pro Tag verwendet. Davon getrennt bewertet die EFSA 2,0 g Natrium täglich, entsprechend etwa 5 g Kochsalz, für Erwachsene einschließlich Schwangerschaft und Stillzeit als sichere und angemessene Zufuhr. Beide Größen sind keine Supplementdosis; Schweißverluste, Ernährung und Erkrankungen können die Einordnung verändern.
Formen im Supplement
Natrium steckt in Elektrolytpulvern meist als Natriumchlorid, Natriumcitrat oder Natriumbicarbonat.
Einnahme
Eine zusätzliche Zufuhr ist vor allem bei besonderen Flüssigkeits- und Salzverlusten relevant. Für den normalen Alltag ist sie häufig nicht nötig.
Kombinationen
In Rehydratationslösungen werden Natrium, Glucose und weitere Elektrolyte in einem abgestimmten Verhältnis eingesetzt. Ein beliebiges Sportgetränk ist damit nicht gleichzusetzen.
Wechselwirkungen
Blutdruck, Herz- und Nierenfunktion sowie entwässernde Arzneimittel beeinflussen die passende Zufuhr. Eigenmächtige Änderungen können problematisch sein.
Verträglichkeit
Konzentrierte Salzlösungen können Übelkeit und Magenbeschwerden verursachen.
Überdosierung
Eine dauerhaft hohe Salzzufuhr kann bei empfindlichen Personen den Blutdruck erhöhen. Sehr hohe akute Mengen können den Wasser- und Elektrolythaushalt gefährlich stören.
Nicht unkritisch einnehmen
Kopfschmerzen, Schwäche oder Muskelkrämpfe beweisen keinen Natriummangel. Auch zu viel oder zu wenig Wasser kann ähnliche Beschwerden verursachen.
Labor und fachliche Abklärung
Serumnatrium beschreibt vor allem das Verhältnis von Natrium zu Körperwasser und nicht direkt die Salzmenge der Ernährung. Abweichungen gehören medizinisch abgeklärt.
Lebensmittelquellen
Hauptquelle ist Kochsalz in Brot, Käse, Wurstwaren, Fertiggerichten, Snacks und beim Nachsalzen.
Quellen und ihr Bezug: Die Linktexte nennen, welche Frage die jeweilige Quelle behandelt. Ergebnisse zu bestimmten Zubereitungen oder Personengruppen gelten nicht automatisch für andere Produkte. Allgemeine Behördeninformationen erklären den Rahmen und belegen keine konkrete Wirkung.
- BfR: Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln
- BVL: Nahrungsergänzungsmittel
- EU-Richtlinie 2002/46/EG
- EU-Verordnung 1169/2011: Kennzeichnungsreferenzwerte
- EFSA: Übersicht der tolerierbaren Obergrenzen
- EFSA: Referenzwert für Natrium
Markenhinweis: Dieser Lexikoneintrag beschreibt Stoffe und ist keine Empfehlung für ein bestimmtes Markenprodukt. Vitale Säulen ist im getrennten, als Werbung gekennzeichneten Bereich „Vitalstoffe“ Natura-Vitalis-Vertriebspartner. Rechte an genannten Marken liegen bei ihren Inhabern.
Redaktioneller Stand: 04.09.2026